saubere Sache!

Weniger ist mehr und natürlich ist am besten, so mein Reden. Wir testen nicht mehr wirklich im Sinne des Kommerz und gehen auch keine Kooperationen mehr ein. Doch trotzdem sind Produktempfehlungen weiterhin eine Herzensangelegenheit für mich. Deshalb gibt es heute, einfach weil für mich der gute Wille zählt, eine unbezahlte Werbung!

Dass ein Hund nicht baden muss, scheint für viele Hundehalter nach wie vor festes Gesetz zu sein. Ich persönlich finde diese Ansicht ziemlich rückschrittlich. Doch man muss eben selbst wissen, ob man gern einen dreckigen Hund auf der Couch oder im Bett liegen hat, oder nicht. Das heißt, wenn dieser auf dem Möbel Platz nehmen darf.

Einen Hund zu baden ist, um noch einmal darauf zurück zu kommen, kein Verbrechen, welches man tunlichst vermeiden sollte. Einen Hund zu baden, kann in gewissen Fällen sogar hilfreich sein. Beispielsweise bei langhaarigen Hunden während des Fellwechsels. In den meisten Fällen genügt schon klares, lauwarmes Wasser, um lose Haare und abgestorbene Hautschuppen aus dem Haarkleid zu spülen. Wenn der Hund “riecht”, dann sollte man aber doch mal zum Shampoo greifen. Denn früher oder später lassen in der Luft schwebende Pestizide, Pollen, tote Unterwolle und Hautschuppen, sowie jede Menge anderer Unrat der sich im Fell ablagert, den “typischen Hundegeruch” entstehen. Den wohlgemerkt auch manch eingefleischter Hundehalter nicht so gern in der Nase hat.

Es versteht sich fast von selbst, dass man niemals zu einem Shampoo für Menschen greifen sollte, wenn man dem Hund ein frisches, duftendes Fell verpassen möchte. Wichtig ist das aus dem Grund, weil das Fell unserer Vierbeiner einen völlig anderen Ph-Wert hat, als die Haut und das Haar von uns Menschen. Shampoo für Menschen ist viel zu scharf für eine Hundehaarwäsche. Daher empfiehlt es sich spezielles Shampoo für Hunde zu nehmen. Experten raten sogar unbedingt zur Verwendung eines Conditioners zur Rückfettung, nachdem der Hund shampooniert und gewaschen wurde.

Produkte für die tierische Hygiene gibt es zur Genüge. Doch bei diesen gibt es qualitativ, wie das eben immer so ist, wirklich große Unterschiede. Aber auch teuer ist nicht immer ein Indiz, dass die Hundewäsche unbedenklich ist. Der Hundefrisör kann das bestätigen. Je nach Anwendungsgrund und Häufigkeit sollte man sich im Vorfeld informieren, womit man die Gesundheit von Haut und Fell nicht beeinträchtigt, sondern besser noch fördert. Von Billigprodukten ist abzuraten, da deren Inhaltsstoffe nicht das gelbe vom Ei sind. Besonders wenn Konservierungsmittel, sowie Farb- und Duftstoffe auf der Liste der Ingredienzien stehen, ist es ein Hinweise dafür, dass man lieber die Finger vom Produkt lässt. Im Zweifelsfall sollte man sich vom Fachmann beraten lassen, da es rassetypische Ph-Werte gibt und unterschiedliches Fell unterschiedliche Pflege benötigt.

So viel zur Theorie, von der vermutlich jeder bereits mal im Ansatz gehört hat. Wenn nicht, dann hab ich esgern mal aufgefrischt. Nun zu unserem Produkttest und unseren persönlichen Beweggründen. 😉

Mit seinem kurzen, recht wenig ausfallendem Fell ist Jack als Zwergpinscher ein sehr pflegeleichter Hund. Hinzu kommt, dass er, ganz von selbst und tief in sich drin, einen unabbringbaren Sauberkeitsfetisch hat. Er scheut jede noch so kleine Pfütze, macht um Dreck generell einen großen Bogen. Den Moment, dass der Vierbeiner unter die Dusche oder in die Wanne muss, gibt es folglich ziemlich selten. Was nicht heißt, dass es ihn gar nicht gibt! Für Jack könnte der zwar ausbleiben, manchmal tut’s dann aber dennoch Not.

Mit unserem Einzug ins neue Heim Ende des vergangenen Jahres, traf ich den Entschluss, sämtliche Putz- und Hygiene-Artikel unseres Haushalts auf den Prüfstand zu stellen. Das heißt, sie auf Nachhaltigkeit, Tierversuchsfreiheit, Bio-Qualität und ihre generellen Inhaltsstoffe zu überprüfen. Zuerst wurden die Putzmittel umgestellt. Natürliche wurde vorher erst alles aufgebracht, was da war, um die “Wegwerfgesellschaft” nicht sinnlos zu unterstützen. Anschließend fand tierversuchsfreie Naturkosmetik Platz in unserem Pflegeregal. Danach wurde ich neugierig und fragte mich, ob es vielleicht auch für Hunde so etwas wie Naturkosmetik gibt. Das klingt vielleicht erstmal komisch, aber ich fand heraus, dass das wirklich der Fall ist und war tierisch begeistert!

Es dauerte nicht lange, da stieß ich bei meiner Recherche auf die “Hundeseife Wasserratte” von Hund und Herrchen. Diese speziell für trockene Haut und stumpfes Fell ausgeschriebene Seife erschien mir die beste Wahl, da genau das unsere Probleme waren. Okay, zugegebenermaßen ist Jacks Fell durch braves Naschen der täglichen Lachsöl-Kapsel schon viel viel besser geworden und überhaupt nicht mehr vergleichbar zum Ursprungszustand, von vor drei Jahren. Mit trockener Haut hat der Pinsch gerade in der kalten Jahreszeit jedoch immer und immer wieder zu kämpfen. Besonders in diesem Jahr, wo sich Kalt- und Warmwetter-Phasen ja quasi wöchentlich die Klinke in die Hand geben, schuppt das Fell wie verrückt. Der beste Grund also, die “Wasserratte” mal auf den Prüfstand zu stellen. Gesagt, geordert, getan!

Dass die Seife weder Mikroplastik, Sodium Laureth Sulfate, Sodium Lauryl Sulfate, Parfüme, Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Parabene, Silikone, PEG, Paraffine und tierische Inhaltsstoffe enthäl, traf sich gut mit meinen Vorstellungen von Naturkosmetik. Die hautfreundliche Pflege der Seife besteht aus Olivenöl, Wasser und Meersalz. Das Olivenöl lässt trockene Hundehaut hydrieren, schütz sie vor dem Austrocknen und lindert Spannungsgefühle. Außerdem ist die Seife gut rückfettend. So wird das natürliche Gleichgewicht geschützt und der eigene Säureschutzmantel der Haut bewahrt.

Auf der Verpackung findet man eine ausführliche Anwendungsanweisung, wie man die Hundeseife bestmöglich einsetzt. Bei langhaarigen Hunden empfiehlt es sich, diese im Vorfeld einmal gut durchzubürsten, um loses Fell heraus zu holen. Dann wird der Hund zunächst mit lauwarmen Wasser gründlich nass gemacht, um die Haut gut mit Wasser zu durchfeuchten. Anschließend wird die Seife auf dem nassen Fell in kreisförmigen Bewegungen eingerieben, bis ein leichter Schaum entsteht. Die Schaummasse mit ein wenig zusätzlichem Wasser kurz aufemulgieren und anschließend weiter ins Fell einmassieren. Nach ca. 2 Minuten (ich habe Jack in der Zeit einfach massiert) kann das Fell gründlich mit klarem, lauwarmen Wasser ausgespült werden. Je nachdem ob der Hund es mit sich machen lässt oder nicht, das Fell im Nachgang auf niedriger Stufe trocken föhnen oder zumindest gut abtupfen. Mittlerweile gibt es auch Hundebademäntel aus Microfaser, die vor allem langhaarigen Hunden helfen, schneller zu trocknen.


Noch kurz etwas zur Seife selbst
Es handelt sich im eine Stückseife von 100 g, die mit wenig Verpackungsmüll daher kommt. Die äußere Umverpackung besteht aus Karton, die Seife selbst ist einmal in Plastik gehüllt. Jetzt wird der ein oder andere sicher die Nase rümpfen, denn Plastik ist nicht besonders umweltfreundlich. Doch man stelle sich einmal vor, die Seife wäre nicht darin verpackt, sie würde direkt quellen und schmieren, käme sie während des Transports mit Flüssigkeit in Kontakt. Von daher geht das für mich in Ordnung. Immerhin haben andere Verpackungen, wie Plastiktuben beispielsweise, viel mehr Material, oder Pumpbehälter, die sind noch viel schlimmer!

Wer sich gern noch weiter zum Thema Hundepflege belesen möchte, hier gelangt man nicht nur zur von mir getesteten “Hundeseife Wasserratte”, sondern auch auf die Homepage vom Hersteller, mit weiteren Naturkosmetikprodukten für Hunde. 😉

Schreibe einen Kommentar