Über die See und ihre Schönheit

Also eigentlich sind wir ja waschechte Kurzurlauber. Wochenend-Trips und Kurz-Urlaube sind voll unser Ding! ABER … dann standen wir an der See und unser Herz wurde größer! 🙂

Natürlich ist es Zuhause bekanntlich am Schönsten. Aberwas gibt es Schöneres, als neue Orte zu entdecken und mal ganz woanders die Seele baumeln zu lassen, wenn man schon ein paar freie Tage hat? Es muss ja auch nicht jedes Jahr eine Reise ins Ausland sein. Ich bin der Meinung, dass man auch im eigenen Land viele schöne Fleckchen entdecken kann. Also verreisen wir dieses Jahr nur im Inland. Im Juli fahren wir nach Nürnberg, im August machen wir eine kleine Pause im Harz. Aber das ist vorerst eher nebensächlich. Immerhin ging es letzte Woche für 5 Tage an die Ostsee. Manch einer hat das bereits auf ein zwei Instagram-Fotos von uns gesehen oder wurde bei Snapchat mit Urlaubssnaps beglückt. *hi hi* Eine halbe Stunde Autofahrt von Lübeck entfernt schlugen wir unsere Zelte in Sierksdorf auf, nicht weit vom Wasser entfernt. Natürlich nur im übertragenen Sinn. Ich bin ein Mädchen und wirklich nicht für’s Camping geschaffen. Also nein wir campten nicht, sondern bezogen ein hübsches kleines Appartement. 😉

Gefunden haben wir das über eine Facebook-Gruppe namens Urlaub mit Hund. Es handelt sich dabei um eine geschlossene Gruppe, der aber jeder der mag beitreten. Mit Angaben zu Reisezeiträumen, Personen- und Hundezahl, sowie Budget-Vorstellungen kann man dort einen Post inserieren und von Vermietern tolle Ferienhäuser, -wohnung und -appartements für die Ferien oder kleine Auszeiten in Erfahrung bringen. Wenn ich dort nach einer Unterkunft suche, weiß ich dass mein Hund genau so willkommen ist wie wir. Das mag ich an solchen Gruppen! Wer also für den nächsten Urlaub oder Kurz-Trip noch keine Bleibe hat, einfach mal dort reinschauen. 🙂

Jetzt aber zurück zum Ostsee-Urlaub. Montag, am Anreisetag, nahmen wir am frühen Nachmittag unsere Unterkunft ein. Wir verschafften uns danach erst mal einen Überblick über die Ortschaft. Tankstelle, Supermarkt und alles weitere Überlebenswichtige war in kürzester Zeit mit dem Auto erreichbar. Selbst ich als orientierungsloses Weibchen fand mich in der Fremde hervorragend zurecht. Einer der sympatischsten Punkte am Urlaub. Da wir ein Appartement mit wunderbar großer Küche hatten, die keine Wünsche offen ließ, konnten wir nach Herzenslust für uns selbst kochen. Der keine 2 km entfernte REWE Markt ermöglichte uns immer frische Zutaten und was man sonst noch so benötigt.

Dienstag begrüßte uns zum Aufwachen direkt die strahlende Sonne … nicht! Prima, da freut man sich auf Urlaub und dann ist es grauer als Grau! Wir hatten schon Angst eine Schlechtwetter-Woche erwischt zu haben. Immerhin ist es an der See bekanntlich etwas rauer als bei uns, was das Wetter betrifft. Wir munkelten, ob es sich bei den fetten Wolken überhaupt lohnt an den Strand zu gehen oder gar weiter weg zu fahren. Letztlich hielt uns das Grau dann in Sierksdorf. Kalt war es aber nicht … Also schnappten wir uns die Inliner und den Lieblingspinsch. Fast 5 Stunden verbrachten wir auf der Strecke von Sierksdorf über Timmendorf bis kurz vor Niendorf am Hundestrand (Strand-Abschnitt Nr.4). Dort rasteten wir nach zwei Stunden gemütlicher Fahrt, um dem Pinschling zusätzlich zu der vielen Bewegung auch noch seinen Spaß zu gönnen. Ausgelassen tobte er mit ein paar Hunden am Strand und fischte Leckerchen aus der Ostsee. Schon an dem Tag fiel uns auf, wie unglaublich entspannt die meisten Hunde dort waren. Man hatte wirklich den Eindruck, dass die nordischen Hunde nichts so leicht aus der Fassung bringt. Ganz besonders mit einem kleinen Terrier hatte der Pinschling seinen Spaß. Während dieser immerzu seinen Ball aus dem Wasser angelte, den Frauchen ihm so weit es ging in die Ferne warf, flitzte Jack neben dem Hundekumpel her als wäre er sein Schatten. Ein herrliches Spektakel. Als zum Terrier ein weiterer kleiner Mix-Rüde kam, der uns zur Deutlichkeit demonstrierte wie geil er Bälle findet, stand ich plötzlich mitten in einem Hundecoaching. Die beiden Frauchen der zwei kleinen Hündchen waren rege daran interessiert zu lernen, wie sie die Ballbessenheit in den Griff bekommen können. Mein Herz hüpfte vor Freude und selbstverständlich konnte ich da nicht nein sagen. Während Jack aufgedreht um uns herumstiefelte, lernten die beiden älteren Damen von mir also wie man das wahnsinnige Bellen verbietet und wartet bis die Rasselbande ruhig ist, bevor der Ball erneut geworfen wird. Sie stellten sich als sehr gelehrig heraus und verstanden schnell, wie sie sich verhalten müssen damit die Hunde schneller ruhig werden und das Spiel entspannt weitergehen konnte. Wir redeten noch ewig alle miteinander und ich war (natürlich) ganz in meinem Element. Nach gut einer Stunde voller Coaching, Gequassel und Spielerei machten wir uns auf die zweistündige Heimfahrt auf den Skates. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie kaputt Jack nach dieser Unternehmung den restlichen Tag in der Gegend herum lag! 😉

Route Skates

Am Mittwoch hatte ich den Wunsch Kiel zu besuchen. Fragt mich bitte nicht warum und was ich mir davon erhofft habe. Ich wollte dort an den Hafen, ein paar Schiffchen sehen oder so. Aber da angekommen war ich ziemlich enttäuscht. Ehrlich gesagt, war es ganz anders als ich es mir dort vorgestellt hatte und es gefiel mir überhaupt nicht. In dem Moment erwies es sich dann als praktisch heraus, selbst mit dem Auto unterwegs zu sein. Kurzerhand planten wir um und besuchten den (nicht weit entfernten) Hundestrand in Laboe. Dort ging mir dann umso mehr das Herz auf, der war ja riesig!! Unsere Ankunft da war zwar zu Beginn von einem hässlichen Regenschauer getrübt. Doch dann zog es auf und wir wateten mit Jack gemeinsam durch’s Wasser. Natürlich ließ ich die Chance auch da nicht ungenutzt, den Pinschling mit ein zwei Leckerlies ins Wasser zu locken. Immerhin möchte ich dem Zwerg immer noch die Freude am Wasser und (hoffentlich irgendwann) am Schwimmen näherbringen. Ich muss schon sagen, er hat sich gar nicht mal so blöd angestellt. Obwohl es an dem Tag ziemlich windig war und das Wasser vielleicht nur 21°C hatte, ging er bis zur Brust ins kühle Nasse und ließ sich selbst von kleinen Wellen nicht abschrecken! 🙂 Als wir am späten Nachmittag zurück ins Appartement kamen, um uns einen leckeren Kaffee zu gönnen, schlief der Hund direkt komatös auf dem Fußabtreter der Veranda ein. *ha ha* Wir ließen es uns danach trotzdem nicht nehmen abends noch einmal den Sierksdorfer Strand zu besuchen und uns (immerhin bis zum Bauchnabel) in die Ostsee zur wagen.

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Donnerstag war der mit Sicherheit wärmste Tag der ganzen Urlaubswoche. Ich glaube selbst für Ostseeverhältnisse waren die knapp 30°C spitze! Noch im kühlen Schatten des Morgens fuhren wir los, um uns Lübeck anzuschauen. Ich sage euch, diese Statt machte all die Enttäuschung vom Vortag in Kiel wieder wett. Oh mann, wie schön ist denn Lübeck bitte? *träum* Wir schlenderten ewig durch die wundervolle Stadt und kehrten dann für einen Plausch in einem Café ein. Während wir die Mittagshitze im Café glückselig genossen, lag Jack gemütlich unter Roberts Stuhl und nippte hin und wieder am Wasser.

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Nachmittags ging es zurück an den Strand zum Baden. Wo wir unser neues Wurfzelt direkt auf Herz und Nieren getestet haben. Ehrlich gesagt war ich echt froh, es gekauft zu haben. Weder ich noch Robert sind wirkliche Aufbauprofis in solchen Angelegenheiten. Wir hatten schon beim einmaligen Gebrauch der Strandmuschel meiner Eltern die Faxen dicke, als es galt diese in Form zu bringen. Nicht zuletzt weil die dumme Strandmuschel ständig fast weg geflogen wäre. Wir mussten das Teil regelrecht einbuddeln, damit es nicht abhob. Da war die Investition in ein eigenes Strandzelt keine schlechte Idee. Hier findet ihr den Typ Wurfzelt, den wir uns geholt haben. Natürlich gibt es preislich noch Raum nach oben. Für den normalen Gebrauch an Badetagen ist das Ding super! Das Schöne an diesem Modell ist, dass es durchgängig Netzeinsatz hat, der eine Luftzirkulation gewährleistet. Außerdem kann man damit auch sehen, was um einen herum so passiert. Somit wird es im Zeltinneren nicht furchtbar heiß. Um die Badetasche darin abzulegen und sich selbst plus dem Hund darin Schutz vor der Sonne zu geben ist das optimal. Wie viel daran ist, dass das Wurfzelt UV-Schutz 50+ bietet kann ich nicht sagen. Wenn die Sonne prasselt creme ich mich so oder so ein. Würde gehalten werden, was mit dem UV-Schutz versprochen wird, ist das meiner Ansicht nach ein netter Nebeneffekt zum gespendeten Schatten. 😉 Jack jedenfalls hat sich darin liebend gern zurück gezogen, genau so wie ich. Platztechnisch ist das Wurfzelt sehr geräumig, was ich anfangs gar nicht geglaubt hätte. Für mich eine klare Kaufempfehlung für Badetage an See und Meer.
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Das worauf wir uns aber alle am meisten gefreut haben, war der letzte Urlaubstag. Schon ein paar Tage vor Reisebeginn verabredeten wir uns mit der lieben Marit von pawtnersincrime. Sie hatte über Snapchat und Instagram Wind davon bekommen, dass wir an die See fahren und vorgeschlagen uns zu besuchen. Von Hamburg bis zu unserem Urlaubsort war es nur etwas mehr als ein Stündchen Autofahrt, die sie gern in Kauf nahm. Somit hatten wir die Möglichkeit uns endlich richtig kennen zu lernen.Und was soll ich euch sagen Leute? Das war super! 🙂 Tino esvon der ersten Sekunde an färmlich, als er Jack sah. Aber überstürzt ließen wir die beiden Wirbelwinde nicht zueinander. Lieber erst mal etwas Ruhe rein bringen. Der Plan war, erst ein paar Meter zu laufen damit sich beide beruhigen konnten. Sich aus der Ferne zu schnuppern und wahr zu nehmen ist ein guter Anfang. Dann ist das Kennenlernen umso schöner und entspannter. Leider gerieten wir gleich zu Beginn unseres Treffens in einen richtig hässlichen Regenschauer, der uns zwang uns unter zu stellen um nicht pitschepatsche-nass. Weitergehen war keine Option. Lieb wie mein Robert ist, lief er im strömenden Regen zurück um unser Auto zu holen. Dank ihm konnten wir den Weg bis zum Hundestrand nach Scharbeutz fahren.

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Bei einem warmen Getränk und nettem Plausch warteten wir in Scharbeutz den Abzug der Regenfront ab. Bis wir schließlich zum Strand konnten. Es war so schön, die beiden Pinscher dann endlich von der Leine lassen zu können. Sie stürmten direkt los, um zu toben und unsere Herzen gingen auf. Selbst das Furcht einflößende Wasser war auf ein mal gar nicht mehr so schrecklich. Tino und Jack jagten sich im seichten Wasser des Ufers auf und ab und hatten dabei sichtlich ihren Spaß. Wenn Pinscher spielen (egal ob groß oder klein) gleicht das immer einem Kräftemessen. Zwar flitzen sie auch sehr gern. Aber sie können nicht anders, als sich immer wieder auch zu kampeln. Nach und nach kam die Sonne immer mehr zum Vorschein und es wurde richtig warm, fast schon heiß. Nach dem Regenguss am Vormittag, hätten wir das alle kaum geglaubt. Natürlich zogen die steigenden Temperaturen immer mehr Hundehalter und ihre Vierbeiner an den Hundestrand. Als es dann letztlich doch ziemlich voll wurde und einer der Hunde Tino ganz dreist immer wieder auf die Pelle rückte, war der Spaß für uns erst einmal vorbei. Dieser ein kleiner Spitz-Terrier-Sonstwas-Mischling stiefelte Jack permanent hinterher. Unser Pinschling ist was so etwas angeht ziemlich geduldig. Er ließ sich nicht beirren und watete mit Robert fröhlich durch’s Wasser, um Leckerchen aus der Ostsee zu angeln. Aber Tino gefiel das alles gar nicht. Er hatte in Jack einen neuen Hundekumpel gefunden und fand die Anwesenheit des Mischlings nicht besonders toll. Als dieser Mischling Tino dann auch ständig provozierte und sich dezent zu selbstbewusst vor ihn stellte, war die ganze Sache nicht mehr so spaßig. Selbst Marits Versuch Tino aus der Situation heraus zu bringen und mal ein Stück mit ihm zu gehen, war nicht sehr hilfreich. Als sie zurück kamen, war der Mischling noch da und fixierte uns penetrant aus der Ferne. Kurzerhand beschlossen wir noch ein Weilchen am Hundestrand in Sierksdorf zu verbringen und fuhren zurück. Dort angekommen stellte sich aber schnell heraus, dass Jack total kaputt von den bereits verlebten drei Stunden war. Er war nicht mehr ganz so empfänglich für Tinos Rauferei. Was allerdings auch nachvollziehbar ist, wenn man bedenkt dass der kleine Pinsch mehr als zwei Jahre älter ist als der große Pinsch. Wir hielten die beiden dann getrennt, damit sie sich ausruhen konnten und verabschiedeten uns als es am schönsten war. Dann soll man ja bekanntlich eh gehen. Marit fuhr mit Tino zurück nach Hamburg und wir blieben mit einem super guten Gefühl noch ein Weilchen am  Strand. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es wirklich sehr schön ist neue Hundemenschen und ihre Vierbeiner kennen zu lernen. Dadurch dass wir uns schon im Vorfeld seit einiger Zeit bei Instagram und Snapchat folgen, hatte ich das Gefühl die beiden schon zu kennen. Wir haben uns fest vorgenommen uns noch dieses Jahr erneut zu treffen und freuen uns jetzt  schon sehr darauf! 🙂

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Nach so viel Action ließen wir den letzten Ostsee-Abend entspannt im Appartement ausklingen und traten Samstagmorgen den Heimweg an. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Nächstes Jahr wollen wir gern wieder dort in der Gegend Urlaub machen. Dann wahrscheinlich auch gleich etwas länger. Viele unserer neuen Freunde wohnen in den Küstenregionen. Dann schaffen wir es vielleicht auch, mehrere von ihnen zu treffen. Für’s Erste sind wir jetzt aber auch froh wieder Zuhause zu sein und stehen bereits wieder mitten im Arbeitsleben. Mitte August geht es in den Harz. Ich bin jetzt schon gespannt, was ich euch darüber später berichten kann.

Damit mein freier WordPress Server-Speicher nicht überplatzt, habe ich euch hier nicht alle Urlaubsfotos hochgeladen. Wenn ihr gern mehr sehen wollt, dann schaut immer gern auf unserem Instagram-Account voll.verjackt vorbei. Dort werden weiterhin immer wieder fleißig tolle Erinnerungsfotos von der See mit euch geteilt. 😉

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* Dieser Artikel enthält Affiliate-Links

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8 Gedanken zu “Über die See und ihre Schönheit

  1. Pingback: Das war doch mal ein Sommer! |

  2. Pingback: Urlaub im Nationalpark Harz |

  3. Toller Bericht! Und dass die meisten „Strand-Hunde“ so auffallend entspannt sind, im Gegensatz zur Großstadt, ist mir auf dem Darß auch aufgefallen… Soviel Platz und Bewegung!! Oder es kommen von vornherein gechillte Hunde in den Urlaub, weil die Halter im Alltag darauf achten und sogar noch ihren Urlaub so planen 😉 ach wie schön, vielleicht schaff ich’s ja über’s verlängerte WE, da kriegt man richtig Lust auf einen Trip 😊☀️

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