Gewalt am Hund

Skalpell Comic Cover

Der Mensch ist ein Erdenbewohner, so wie auch alle anderen Tiere und Pflanzen. Doch ist er die einzige Spezies, die extrem vernetzt und übergreifend denken und handeln kann. Wir haben einen sehr komplexen Verstand und es weiter gebracht, als jedes andere Wesen. Oder? … Immerhin sind wir zum Mond geflogen, tauchen ab in unendliche Tiefen der Meere, können weit in das Universum schauen und erforschen und tüfteln was das Zeug hält. Warum aber gibt es so viel Grausamkeit auf Erden, wenn wir doch eigentlich „extrem intelligent“ sind? Wenn wir genauer hinschauen sehen wir doch, dass die meiste Gewalt von uns Menschen ausgeht. In allen Belangen stellen wir uns auf die oberste Stufe über jede Pflanze und jedes Tier, mit dem wir gemeinsam auf diesem blauen Planeten leben. „Wir spielen Gott!“

Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube an die Natur, an den Willen der Zeit und die Evolution. Wir sind die einzige Rasse, die innerhalb kürzester Zeit große Wandlungen durchgemacht hat. Wir sind diese eine Rasse, die extrem viel veränder kann. Doch die von uns herbeigeführten Veränderungen in der Welt sind nicht immer folgenlos. Leider ist sich der Großteil der menschlichen Weltbevölkerung seiner Verantwortung der Erde gegenüber ganz offensichtlich noch immer nicht richtig bewusst. Profitgier, Macht und alleinige Entscheidungsgewalt sind die größten unserer Probleme, um nur mal einige davon zu nennen. Die Auswirkungen diverser Fehlentscheidungen und Entwicklungen baden wir ja jetzt schon aus und „leiden“ (zu Recht!) unter von uns begangenen Fehlern der Vergangenheit. Wir wissen, dass in Zukunft noch mehr auf uns zukommen wird. Weitere „Spätfolgen“ unserer viel zu schnellen menschlichen Evolution der letzten Jahrzehnte. Ein gewisses Umdenken findet zwar statt, allerdings noch immer nur bedingt! Wir haben niemals vorher in unserer eigenen Entwicklung wirklich ernsthaft darüber nachgedacht, was wir der Welt antun beziehungsweise antun könnten. So klug wie wir sind, sind wir trotzdem nicht allwissend. Wir sollten uns also gar nicht so hervorheben und denken wir seien so viel besser, als andere Bewohner dieser Erde. In vielen Bereichen unserer Entwicklungen und Forschung ist es leider noch immer gängig Tiere in Tests einzubeziehen, weil wir Menschen Angst davor haben neue Medikamente oder Kosmetika (und vieles mehr) an uns selbst zu testen. Selbst unsere völlig verqueren „Schönheitsideale“, die die Natur so niemals vorgesehen hat, lassen wir an uns und unseren Tieren aus! Ganz abzusehen von den ganzen Krankheiten und Unverträglichkeiten der Tiere in Folge der Umweltverschmutzung durch uns.

Ein paar wenige können leider nicht gänzlich aufhalten, was die breite Masse zerstört. Doch jeder kann für sich selbst entscheiden, wie weit er diesen ganzen (von Menschen geschaffenen) Irrsinn mitmacht. Ich für meinen Teil habe mich bereits vor einiger Zeit dazu entschieden Tierversuche und Gewalt gegen Tiere, ebenso wie die Umweltverschmutzung, so gut es mir selbst möglich ist nicht zu unterstützen. Wer das gut findet oder nicht, ist mir dabei ziemlich egal. Für mich zählt, dass ich abends mit einem ruhigen Gewissen zu Bett gehen kann, weil ich Mutter Natur nach meinem besten Wissen und Gewissen respektiere und schone.

Bevor ich mich jetzt aber noch weiter ein meiner 497 Wörter langen Vorrede verliere und eine Predigt zum Schutz des Planeten und meiner überwiegend abwertenden Haltung unserer eigenen Spezies gegenüber halte, komme ich mal zum eigentlich Thema dieses Artikels!

Als ich die letzten Wochen auf meiner aktuellen Lieblingswaldrunde unterwegs war, traf ich einige Male einen Mann mit zwei Dobermännern. Einer seiner Hunde trug einen Maulkorb. Der Mann hielt stets Abstand von anderen Hundehaltern und deren Vierbeinern. Die beiden Hunde machten auf mich zwar keinen gefährlichen Eindruck aber ich freute mich über sein Verantwortungsbewusstsein und seine Distanz. Imposant sahen die beiden Hunde auf jeden Fall aus. Die streng aufgerichteten Ohren und der stolze Gang waren der Wahnsinn. Dass beide vollkommen kupiert waren (sowohl die Ohren, als auch die Ruten) verstärkte das mächtige Erscheinungsbild noch. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie deren Äußeres viele andere Hundehalter abschreckt oder gar einschüchtert. Mir kam bei dem Anblick aber etwas anderes in den Sinn. Was die armen Hunde für hässliche Schmerzen auf sich nehmen mussten, als sie blutjung die Ohren und Ruten abgetrennt bekamen! 😦

Ich verurteile den Mann mit den Dobermännern nicht (so wie ich vorerst keinen Halter mit kupiertem Hund verurteile), denn ich weiß nicht unter welchen Umständen er zu den Tieren gekommen ist. Möglicherweise sind es Tierschutzhunde aus anderen Ländern, in denen das Kupieren nicht verboten ist. Vielleicht waren es Straßenhunde die nach Deutschland gebracht wurden, um ein besseres Leben führen zu können. Aber das Kupieren ist ein ernstes Thema und steht für mich auf gleicher Stufe mit den unzähligen hässlichen Tierversuchen die überall auf der Welt durchgeführt werden. (Victoria und Timmy vom Blog Schnüffelinspektor haben zum Thema „der Hund im Tierversuch“ übrigens einen sehr aufschlussreichen Artikel verfasst.)

Auch wenn, ich wie gesagt, keinen Halter direkt für ein kupiertes Tier ins Gericht nehme, bin ich trotzdem 100% gegen diese Qualen! Wir Menschen können für uns selbst entscheiden, ob wir uns kosmetischen Eingriffen unterziehen um unser äußeres Erscheinungsbild zu verändern. Das wir Vierbeinern allerdings Schmerzen zufügen, damit sie irgendwelchen von uns gesponnenen Idealen entsprechen, sprengt meine Akzeptanz!

Rechtliche Bestimmungen
In einigen Ländern Europas ist das Kupieren bei Hunden bereits verboten. In der Schweiz dürfen Ohren seit 1981 und Ruten seit 1997 nicht mehr kupiert werden. In Deutschland gilt das Kupierverbot für Ohren seit 1987 und für Ruten seit 1998 (Tierschutzgesetz § 6). In Österreich wurde erst 2000 ein Verboten für das Kupieren bei Hunden festgesetzt. Amputationen die aufgrund medizinischer Indikation (für mich das einzig Akzeptable) wie beispielsweise bei Tumoren oder Schwanzabriss notwendig sind, sind erlaubt. Für Hunde die in der Jagd eingesetzt werden, ist das Kupieren aber leider nach wie vor erlaubt.

Tierschutzgesetz
Seit 1998 ist das Kupieren von Schwänzen bei Hunden durch das Tierschutzgesetz in Deutschland verboten: § 6 (1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn 1. der Eingriff im Einzelfall a) nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder b) bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerlässlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen.

Da ich bei diesem Thema einfach nicht wegschauen kann, möchte ich heute aufzeigen wie grausam und schmerzvoll diese Prozedur für Hunde ist. Ich denke, nicht jeder wird sich das wirklich vor Augen führen, gleich wenn er weiß wie schlimm das Kupieren ist.

Kupieren der Rute
Das Kupieren der Rute, also das Abtrennen der Verlängerung der Wirbelsäule, eines Hundes erfolgt schon wenige Tage nach der Geburt, nämlich in den ersten 1 bis 3 Tagen! Bei so einer Operation wird die Haut zirkulär (das heißt kreisförmig) mit einem Skalpell eingeschnitten und zurückgezogen. Danach wird der Schwanz zwischen zwei Wirbeln gekappt. Da sich die Wunde innerhalb kurzer Zeit verschließt muss theoretisch nicht vernäht werden. Es wird aber trotzdem häufig gemacht. Trotz Vollnarkose während des Abschneidens, hat der Hund nach dem Entfernen der Wirbel Schmerzen. Die Irrglaube, dass sehr junge Hunde keine Schmerzen hätten, wurde übrigens widerlegt! Im Gegenteil, neugeborene Hunde empfinden Schmerzen sogar wesentlich stärker als ausgewachsenen Hunde! Befürworter dieser abartigen Eingriffe führen verschiedene Gründe für die Notwendigkeit des Kupieren der Rute auf. Zum Beispiel soll das Verletzungsrisiko bei kurzhaarigen Hunderassen dadurch vermieden werden. Sie hätten einen ungenügend gepolsterten Schwanz, den sie sich anschlagen können. Hunden, die ihren Einsatz in der Jagd finden sollen, soll eine kupierte Rute bei der Arbeit im dichten Holz eine höhere Beweglichkeit ermöglichen. Aus diesem Grund darf an solchen Tieren der Eingriff leider heute noch vorgenommen werden. Mir ist das unbegreiflich, wo doch eine kupierte Rute die generelle Bewegung, den Lauf durch Kurven und auch Sprünge wesentlich erschwert. Wie soll das in der Jagd von Vorteil sein?

Bei einem anderen Verfahren (von englischen Züchtern angewendet) wird die Rute mit einem straffen Gummiband angebunden. Durch das Band wird die Blutzufuhr unterbrochen. Durch die Blutunterversorgung verwest das abgebundene Gewebe bis es nach zwei bis drei Tagen abfällt. Auch wenn dieser Vorgang wahrscheinlich nicht ganz so schmerzhaft ist, für das Tier unangenehm und widerlich anzusehen ist er trotzdem!

Kupieren der Ohren
Das Kupieren der Ohren geschieht zwischen der 8 bis 12 Lebenswoche und ist meist sehr langwierig. Ganz abzusehen von den Schmerzen, die nach dem Eingriff bis über das Aufstellen anhalten. Das Ohr wird in einer Metallklemme (der sogenannten Kluppe) eingeklemmt und beschnitten. Anschließend werden die Ränder vernäht, damit sich ein Wundrand bilden kann. Die Ohren werden danach unter Spannung über dem Kopf des Tieres mit Klebeverband befestigt. Dadurch ziehen sich die Wundränder nicht zusammen und beeinträchtigen die erzielte Endform der Ohren nicht. Um Infektionen vorzubeugen bekommen die Hunde häufig eine Antibiotikatherapie. Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass Antibiotika für Tiere (wie auch für Menschen!) eine ziemliche Belastung für den Körper sind, obgleich sie bei der Heilung helfen. Nach einer Wochen werden die Ohren für mehrere Wochen bis Monate in einem Gestell eingespannt oder mittels Tampons hochgeklebt. Der Knorpel des Ohrs ist nämlich nicht hart genug, um dieses selbstständig in aufrechter Position zu halten. Das Krasseste ist aber, dass Ohren die nach dem Kupieren nicht die gewünschte Form erlangen durch das Einsetzen von Silikonstäbchen aufgestellt werden oder sogar Muskelstraffungen und Hautentfernungen am Kopf des Hundes durchgeführt werden!

Ich kann mit keiner meiner Hirnwindungen auch nur ansatzweise nachvollziehen, wie es Menschen möglich ist Tieren durch total überflüssige und schmerzhafte Eingriffe Körperteile zu beschneiden oder gar zu entfernen. Man beraubt die Hunde nicht nur notwendiger Kommunikationsmittel, nein auch die Balance und das allgemeine Körpergefühl können dadurch gestört werden!

Leider kein umfassendes Importverbot
Die Schweiz hat mittlerweile ein Importverbot für kupierte Hunde erlassen (mit Ausnahmen). Doch obwohl die grausamen Eingriffe nun schon ein mehreren europäischen Ländern verboten sind, ist es mit dem Importieren kupierter Hunde noch so eine Sache. Auch in Deutschland wurde bisher kein Importverbot verhangen. Deshalb sind hierzulande noch viele kupierte Hunde zu sehen.

Ausstellungsverbot und Rassestandards
Der Vorstand der FCI legte 2010 fest, dass Formulierungen in allen FCI-Standards abgelehnt werden, die chirurgische Eingriffe an Zuchthunden verlangen und nahm diesen Hinweis in den Modellstandard der FCI auf. Seit 2002 gilt auch beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ein Ausstellungsverbot für Hunde aus dem In- und Ausland, deren Ohren nach dem Kupierverbot (1. Januar 1987) kupiert oder deren Ruten danach (1. Juni 1998) amputiert wurden.

In der Schweiz wurde das Ausstellungsverbot von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) im Jahr 2006 eingeführt und betrifft auch ausländische Hundehalter, welche zuvor mit ihren Hunden für Ausstellungen in der Schweiz zugelassen waren.

In Österreich gilt seit 2014 ein Prüfungsverbot für kupierte Jagdhunde. Seit 2005 ist das Kupieren der Rute dort verboten. Das Tierschutzgesetz (das am 29. Dezember 2012 in Kraft getreten ist) legt in § 7 außerdem fest, dass das „Ausstellen, der Import, der Erwerb, die Vermittlung und die Weitergabe von Hunden, die nach dem 1. Januar 2008 geboren und an deren Körperteilen Eingriffe vorgenommen wurden, die in Österreich verboten sind“ verboten ist.

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz
Hundehalter aus Deutschland, die illegale Kupierungen eigens im Ausland veranlassen, verstoßen gegen das Tierschutzgesetz. Sollten sie überführt werden, werden sie für diese Verstöße belangt. Werden auf Aufstellung trotz Gesetzeslage Hunde mit kupierten Ohren oder Ruten gesichtet, ist sofort Anzeige zu erstatten. Egal ob die Körperteile legal oder illegal im Ausland kupiert wurden, die Ausstellung dieser Hunde ist untersagt.

Ästhetik? Wohl eher vorsätzliche Verstümmelung!
Geradezu pervers finde ich, dass das Kupieren üblicherweise in einem Lebensabschnitt durchgeführt wird, in dem der Hund sein Sozialverhalten maßgeblich prägt. In dieser Entwicklungsphase der Tiere kann das einen starken psychologischen Einfluss auf den heranwachsenden Hund und schlimme Folgen im Sozialverhalten haben. Der Mensch beraubt den Hund seiner wichtigsten Verständigungshilfen. Ich würde sogar so weit ausholen und sagen: wir behindern unsere Hunde absichtlich! Gesten der Verständigung (also emotionale Lagen), die für das Sozialverhalten von großer Bedeutung sind und die gesamte Bewegung werden eingeschränkt.

Mir schmerzt das Herz absichtlich verstümmelte Hunde zu sehen, die Zeit ihres Lebens die Eitelkeit ihrer Züchter und Halter wiederspiegeln müssen. Primär verstümmeln Menschen die Hunde, um angeblichen „Rassemerkmalen / Standards“ zu folgen. Denken wir nur an die zu Beginn erwähnten Dobermänner, die mit ihren beschnitten Ohren einen wesentlich aggressiveren, bedrohlicheren Eindruck machen als mit großen Klappohren. Bei Wachhunden ist das besonders gewünscht. Doch wenn die Natur das nicht hergibt, ist es nicht unser Recht das Tier an Rute oder Ohren zu beschneiden!

Unserem krankhaften Wahn, dass Dinge irgendwelchen festgelegten Richtlinien unterliegen müssen, fallen leider zu oft auch unsere Tiere zum Opfer. Besonders die Hundezucht wünscht sich immer gleich aussehende Tiere, ohne Ecken und Kanten, ohne kleine Makel. Kupierte Hunde wirken optisch größer, gedrungener und haben strengere Gesichtsausdrücke. Nicht kupierte Hunde hingegen haben ein viel netteres und freundlicheres Äußeres, auch wenn sie dadurch vielleicht kleiner und länger wirken. Zum Thema „Rute kupieren“ war ich eine Weile in Foren unterwegs und habe dort einen Kommentar einer Halterin gelesen, der mir sehr im Kopf geblieben ist. So schrieb diese nämlich (sie schien Zuchterfahrung zu haben), dass manche Hunderassen nur wenig oder kein Gefühl in der Rutenspitze haben. Weiterhin erzählte sie, dass eine ihrer Hündinnen mit einer gefühllosen Rute zum Ende hin veranlagt war und sich diese ständig anschlug. Die Hündin konnte es von selbst nicht vermeiden, da sie es eben nicht spürte. Nach 3 Jahren mit ständig offener Rute fasste ihr Frauchen, zusammen mit dem behandelnden Tierarzt, den Entschluss das teilweise bereits abgestorbene Gewebe zu amputieren. Sie machte dabei aber deutlich, dass sie das niemals getan hätte, hätte ihre Hündin den Schmerz empfunden. Denn dann wäre sie in der Lage gewesen Verletzungen von selbst zu meiden.

Auch ich hatte erst vor kurzem eine angeregte Unterhaltung über gewisse Rassestandards, wie beispielsweise beim Zwergpinscher. Da der Zwergpinscher eine noch recht junge Rasse in der Zucht ist, gibt es viele Unterschiede zwischen den einzelnen Hunde dieser Rasse. Zum Beispiel einige verschiedene Ohrenstellungen. Auch die allgemeine Größe der Zwergpinscher weicht unter den einzelnen Hunden sehr ab. Sogar die Rute ist nicht bei allen sichelförmig. Und wisst ihr was, ich finde das super so! Es gibt große und kleine Hunde innerhalb dieser Rasse. Die einen haben eine nahezu gerade Rute mit winzigem „Knick“ am Ende (so wie Jack zum Beispiel), andere hingegen haben fast schon ein Ringelschwänzchen. Das macht sie besonders und viel schöner, als würden sich alle derart gleichen dass man denkt sie wären geklont. Wie auch bei uns Menschen sieht eben nicht jeder gleich aus! Nur weil wir bei Tieren Einfluss darauf haben können, sollten wir es nicht maßlos übertreiben! In vielen Zuchten (nicht nur bei den Zwergpinschern, sondern auch bei anderen Rassen) finde ich die Anforderungen an die Tiere echt hirnrissig und traurig. Züchter sollten viel mehr Acht darauf geben, dass Krankheiten bestmöglich vermieden werden und die Hunde innerlich und psychisch top fit sind, statt an der perfekten Schulterhöhe, Beinlänge, Schwanzform, Ohrenstellung oder anderen Äußerlichkeiten zu züchten.

Hunde sind treue, kluge Gefährten die das Leben interessanter und lebenswerter machen. Sie helfen uns, uns selbst besser zu verstehen und halten uns mit der Natur verbundener. Wir sollten sie für ihre Wesen lieben und ihnen kein Leid zufügen, nur um ihnen ein „übermodifiziertes“ (unnatürliches) Aussehen zu geben.

* Aus persönlichen moralischen Gründen habe ich mich dagegen entschieden in diesem Artikel Bilder von verstümmelten Hunden zu zeigen. Ich bin mir sicher, dass ihr das alle verstehen könnt.

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6 Gedanken zu “Gewalt am Hund

  1. Toller Bericht. Traurig das wir Menschen so ticken,wir haben 2 Hunde mit allem dran….Was bilden wir uns nur ein? Schlimm finde ich auch die ganzen Rassen, die nach Vorstellungen der Menschen gezüchtet werden….echt traurig….Würde deinen Bericht gerne teilen,wenn so ist….Liebe Grüße

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  2. Liebe Claudi, Flausch an Jack!

    Du schreibst mir voll aus dem Herzen. Ich könnte auch immer heulen, wenn ich kupierte Hunde sehe. Grade die lange Rute liebe ich. Shiva hat auch so ein elendslanges Teil und ich liebe jeden Millimeter daran. Ich wusste nicht – hab mich auch noch nicht schlau gemacht – was es für ein riesen Procedere ist, die Ohren zu verstümmeln. Das ist ja entsetzlich. Wenn ich mir da so Shivas Öhrchen ansehe…. nicht auszudenken, wenn sie auch nur um ein Muckeseckele anders wären. Das Spiel der Ohren ist so faszinierend. Ständig am drehen und wenden, aufstellen, abknicken und wenn sie läuft, flattern die Ohren rum.

    Wie kann man seinem geliebten Tier so was nur antun? Ich entschuldige mich schon immer bei Shiva, wenn ich sie mal versehentlich anrempel oder ganz schrecklich auf eine Pfote trete, aber ihr bewusst Schmerzen zuzufügen? Niemals!

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

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  3. Hallo Claudi,
    vielen Dank für diesen schönen Artikel. Ich stehe immer wieder sprachlos vor dem, was unsere Rasse anderen antut und habe dann sofort meinen Mann im Ohr. Er sagt , dass die reine Zugehörigkeit zur Rasse Homo sapiens einen noch lange nicht zum Menschen macht. Da gehört mehr zu.
    Herzlich Grüße
    Stephie

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    • Liebe Stephie,
      dankeschön und gern geschehen.

      Richte deinem Mann aus, dass ich mit dieser Aussage ganz übereinstimmen kann! Oft schäme ich mich für die Respektlosigkeit der Menschen in allen Belangen, besonders in denen gegenüber der Tiere, Pflanzen und des ganzen Planeten.

      Lieben Gruß

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  4. Ich bin immer der Meinung, ein Mensch tut so etwas nicht. Aber wie man diese Unwesen, die so etwas tun bezeichnen soll, keine Ahnung. Ein Mensch hat Herz und ist sehr gefühlvoll. Wie im letzten Absatz sehr schön beschrieben „Wir sollten sie für ihre Wesen lieben“, genau das macht ein Mensch. Ich selbst besitze einen Boxer und habe sehr darauf geachtet ihn damals als Welpen natürlich zu bekommen, wie ihn die Natur geschaffen hat. Ich könnte ihm nie etwas zu leide tun und bin bestrebt, dass er ein gutes Hundeleben in unserer Familie hat. Aber er wird bei uns von allen als volles Familienmitglied angesehen. Er macht unser Leben komplett und bringt jeden Tag uns viel Freude.

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    • Liebe Andrea,

      ich freue mich sehr zu hören dass du einen Boxer hast der aussehen darf, wie er eben aussieht und dass ihr ihm ein liebevolles Zuhause gebt!
      Habt alle zusammen weiterhin eine ganz tolle Zeit und genießt das Leben mit Hund! 🙂
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße,
      Claudi

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