Aromatherapie für Hunde

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Dass viele Hundebesitzer ihre geliebten Vierbeiner mit natürlichen Mitteln in Gesundheit und Wohlbefinden unterstützen, ist mittlerweile so gut wie selbstverständlich. Weniger Chemie, mehr Natur, dahin geht der „gesunde Trend“. 🙂 Ein paar Tipps (nachzulesen hier), wie man als Hundehalter das tierische Immunsystem vor allem in der kalten Jahreshälfte unterstützen kann, haben wir vor kurzem ja bereits veröffentlicht. Eine weitere tolle Möglichkeit, besonders um das Wohlbefinden zu steigern, bietet die sogenannte Aromatherapie. Was diese alles bewirken kann, das erzählen wir euch heute. 😉


Die Wahrnehmung der Umwelt erfolgt bei Hunden über Nase, Augen und Ohren – in der Regel genau in dieser Reihenfolge. Es lässt sich also sagen, dass Hunde primär in einer Geruchswelt leben, denn Gerüche sind das Prägnanteste, was sie wahrnehmen. Gerüche beeinflussen den Hunde-Alltag und auch das Wohlbefinden unserer Vierbeiner merklich, sie helfen bei der Orientierung und der Kommunikation mit Artgenossen. Doch auch Gefühle und Erinnerungen sind häufig eng mit der Nase verbunden.

Diejenigen von uns, deren Hunde zu den „Wälzern“ gehören, wissen vermutlich, dass die Geschmäcker von Hunden nicht unbedingt mit denen von uns Menschen übereinstimmen. Tote Tiere oder Exkremente stehen nicht zu selten hoch im Kurs, wenn es darum geht sich in etwas zu wälzen. Eklig, das kann man nicht abstreiten! Es gibt jedoch auch Aromen, die sowohl uns Menschen als auch unseren Hunden gleichermaßen angenehm erscheinen und  dadurch für Aromatherapien geeignet sind.

Was eine Aromatherapie für Hunde bringt
Ätherische Öle können bei vielen Zuständen eingesetzt werden, um diese zu verbessern. Beispielsweise kann man mit Aromen gegen Flöhe ankämpfen, die Mobilität des Bewegungsapparates regenerieren, Hautprobleme behandeln, sowie bei emotionalen Störungen zu Ruhe, Ausgeglichenheit und weniger Angstzuständen verhelfen. Damit eine gezielte und erfolgreiche Anwendung mit Ölen stattfinden kann, ist eine Absprache mit erfahrenen Aromatherapeuten, Tierärzten oder Tierheilpraktikern sehr zu empfehlen!

Anwendungsformen
Abhängig von den Vorlieben des Tieres, seiner Fellbeschaffenheit und Größe können Inhalationen, Aroma-Massagen, Bäder, Auflagen, Wickel, Salben, Duftlampen, Raumbeduftung mit Hilfe von Diffusoren oder kleinen Duftkissen angewendet werden. Anstelle von Duftlampen kann man auch sogenannte Aromasteine benutzen. Aromatherapeuten helfen dabei, dass der Hund in die Auswahl der passenden Öle einbezogen wird und mitbestimmen kann. Hunde wissen, durch ihren sehr gut entwickelten Geruchssinn, nämlich selbst sehr gut, was ihnen taugt. So lassen sich ganz gezielt Aromatherapien zusammenstellen, die auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Vierbeiners abgestimmt sind.

Aroma-Öle zur seelischen Entspannung
Eine einfach und alltagstaugliche Methode der Aromatherapie bietet die Beduftung der eigenen vier Wände. Beispielsweise um nervöse Tiere zu entspannen oder um das Alleinebleiben durch wohltuende, beruhigende Düfte zu erleichtern. Je nach Zustand des Hundes helfen also Tierheilpraktiker und Spezialisten, das passende Aroma zu ermitteln und können Hundehalter über die gezielte Anwendung informieren. Auf eigene Faust sollte man keine Düfte in Anwendung bringen, da es einige Besonderheiten zu beachten gilt.

Vorsicht vor zu viel des Guten
In richtiger Dosierung wirken aromatische Öle auf Hunde also genau so entspannend und positiv, wie sie auf Menschen wirken können. Doch ein für uns angenehmer Geruch, kann für unseren Hund bereits zu stark, wenn nicht sogar belästigend sein. Auf das ausgezeichnete Riechvermögen der Vierbeiner Rücksicht zu nehmen, ist daher äußerst ratsam. Die meisten unserer Parfums, Raumdüfte oder Lufterfrischer gehören allerdings nicht wirklich zu dem, was eine Hundenase gerne aufnimmt. Synthetische Aromen, noch dazu in hohen Konzentrationen, können für unsere Vierbeiner eine Zumutung werden. Wenn man sich einmal überlegt, wo mittlerweile überall mit „unnatürlichen Gerüchen“ hantiert wird: Duftstecker für die Wohnung, Duftbäume und Lufterfrischer für das Auto, Waschmittel und vieles mehr! Aus diesem Grund sollte man stets sparsam mit parfümierten Substanzen umgehen. Selbst bei Putzmitteln besteht mittlerweile die Möglichkeit auf duftneutrale und vor allem biologische Mittel auszuweichen, die nicht so schädlich sind, wie die Chemiekeulen aus Drogerie und Supermarkt.

Zur Entspannung zu Hause eignen sich Duft-Öle nur unter bestimmten Voraussetzungen, in reiner Form besitzt ein ätherisches Öl nämlich einen stechenden, intensiven Geruch. Niemals sollte es daher unverdünnt angewendet werden! Bei der Beduftung eines Raumes verwendet man in der Regel 5 bis 10 Tropfen Öl, vermischt mit Wasser, in einer Duftlampe oder einem Diffusor. Hat man Vierbeiner im Haus, sollten es allerdings nie mehr als 1 bis 2 Tropfen eines Öls im Wassergemisch sein, um Rücksicht auf die sensible Hundenase zu nehmen. Scharfe Düfte, wie beispielsweise Minz-Öl, sollten nicht zum Einsatz kommen. Um sicherzustellen, dass der eigene Hund den Geruch in der Duftlampe nicht als unangenehm empfindet, sollte man ihn genau im Auge behalten und ihm die Möglichkeit geben, sich jeder Zeit von selbst an einen geruchsneutralen Ort zurückziehen zu können.

Günstige Aroma-Öle werden oft synthetisch hergestellt und sind selten sortenrein. Dadurch erhalten nicht nur wir Menschen schnell einmal Kopfschmerzen, auch unseren Hunden bekommen diese Öle nicht. Damit man Aromen also wirklich genießen kann, sollte kein falscher Geiz gezeigt und auf ein hochwertiges, reines Öl zurückgegriffen werden, auch wenn das etwas mehr kostet! 😉

Anwendung im Aroma Diffusor
Ein sogenannter Aroma Diffusor hilft neben der Beduftung des Raumes zusätzlich auch die Luftfeuchtigkeit angenehm zu halten, besonders in der kalten Jahreszeit gleicht er trockene Heizungsluft gut aus und erhält gutes Raumklima. Derartige Geräte erhält man in den verschiedensten Größen und Formen. Ich habe euch hier mal zwei unterschiedliche Typen herausgesucht. Zum einen den InnooTech Aroma Diffuser auf Ultraschall-Basis, der im Netzbetrieb läuft, im unteren Preissegment angesiedelt ist und bei dem sich auch die Farbe verändern lässt.Oder den etwas kostspieligeren  InnoBeta® Ultraschall-Luftbefeuchter, der mit einer langen Laufzeit eingestellt werden kann (gut bei Therapien gegen Angst), 2,4 Liter Fassungsvermögen hat und ebenfalls in entspannenden Farben eingestellt werden kann

Außerdem gibt es diverse noch kleinere Varianten für unterwegs, die man sogar im Auto benutzen kann (beispielsweise bei Hunden, die nicht gerne Auto fahren), die via USB aufladbar sind. Weitere Varianten hingegen die klassische Duftlampe mit Kerze oder die bereits erwähnten Aromasteine.

Diese Öle eignen sich zur Entspannung und der Steigerung des Wohlbefindens:
Bergamotte, Melisse, Basilikum, Zirbelkiefer, Rosmarin oder Rosenholz. Weiter unten im Text werde ich noch etwas detaillierter auf ein paar Öle eingehen. 😉

Bergamotte ist stimmungserhellend, fördert das Selbstvertrauen und entspannt, zudem ist sie gut geeignet bei gereizten Ohren.

Rose oder Neroli hilft bei Traurigkeit und Verlustängsten.

Zedernholz stärkt und kräftigt die Haut, das Immunsystem und auch den Kreislauf. Es bringt Sauerstoff in alle Zellen und findet Anwendung für alle Arten von Haut- und Fellirritationen und wirkt sehr gut gegen Flöhe.

Immortelle ist ein sehr stark wirkendes therapeutisches Öl. Es wirkt Schmerzlindernd, und Haut regenerierend, bei Dermatitis und Ekzemen. Wird auch bei Blutungen angewendet.

Lavendel ist ein sehr vielseitiges Öl. Bei Hautirritationen, Insektenstichen, Milben und zur Beruhigung wird es angewendet und wirkt auch stärkend und hilft Traumata zu verarbeiten. (Aufgrund des starken Geruchs mögen jedoch nicht alle Hunde Lavendel.)

Vetiver nimmt man bei geräuschempfindlichen Hunden oder in der Silvesterzeit.

Selbstverständlich ist das nur ein Bruchteil der Ätherischen Öle, die bei Hunden eingesetzt werden können.

Anwendungsdauer
Ätherischen Öle sollten in einer Aromatherapie zwischen 3 und maximal 10 Tagen angewandt werden. Danach sollte man eine Pause einlegen. Wie oft man derartige Therapien abhalten sollte, ist natürlich auch von der Art der tierischen Problemchen abhängig. Bei temporären  „Verstimmungen“ kann eine Anwendung genügen, wohingegen Angstzustände möglicherweise mehrerer Intervalle bedürfen. Auch hier ist die Unterstützung von Fachkundigen Gold wert.

Eingeschränkte Anwendung
Bei trächtigen oder säugenden Hündinnen, sowie bei kranken und alten Hunden kann man Ätherische Öle in der Regel nur mit Einschränkungen zur Anwendung bringen. Auch dabei sollte man unbedingt auf den Rat eines Profis hören und nicht wahllos irgendwelche Düfte verwenden.


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