Hurtta Lifeguard

comic cover

Also Wasser macht dem Zwerg ja nicht so wirklich viel Spaß. Zumindest nicht, wenn er schwimmen soll. Trotzdem gebe ich den Willen nicht auf ihm das kühle Nass mit positiven Erfahrungen noch näher zu bringen. Ich wünsche mir wirklich sehr, dass Jack seine übertriebene Panik im Wasser verliert. Auch wenn er schon 5 ist und wahrscheinlich niemals ein Profischwimmer werden wird. Deshalb habe ich diesen Sommer den nächsten Schritt im Projekt „Pinscher-Schwimmen“ gemacht, den ich eigentlich schon letztes Jahr gehen wollte. Nun zog eine brandneue Hurtta Lifeguard Schwimmweste bei uns ein.

Leider war es ein ziemliches Hin und Her, bis ich endlich die passende Weste gefunden hatte. Das große Probleme daran war, dass es hier in der Gegend keine Schwimmwesten direkt zu kaufen gibt. Außer die „20 € Trixie Billig-Schwimmwesten“, die so billig verarbeitet sind, dass ich niemals auf eine solche vertrauen würde. Ich griff also, mal wieder, auf das gute alte Internet zurück und bestellte mir bei meintierdiscount.de eine Schwimmweste von Hurtta. Mit knapp 65 € war sie nicht die Billigste, aber auch nicht die Teuerste. Daher war ich super gespannt, wie schlecht oder gut sich die Sicherheitsweste in ihrer Verarbeitung präsentieren würde.

Die Lieferzeit war leider etwas länger. Sie verdoppelte sich schließlich, da die zuerst bestellte Größe für Jack zu klein war. Obwohl in der Beschreibung stand, sie würde einem Zwergpinscher passen, bekam ich sie um seinen Brustkorb nicht ganz geschlossen. Ich Dummerle hatte nämlich nicht daran gedacht, dass unser Zwerg überdurchschnittlich groß ist. Also musste ich eine weitere Bestellung tätigen, die sich letztlich über unseren Ostseeurlaub hinaus verzögerte. Somit rutschte leider auch die mögliche Testzeit der Weste nach hinten und wir bekamen nicht die Chance, schon an der Ostsee das Schwimmen zu üben. 😦 Im Juli kam dann endlich die zweite Lieferung von Hurtta an, endlich passte die Weste perfekt! Es konnte also losgehen! 🙂 Wäre da nicht die Arbeit gewesen … Unter den Arbeitswochen an den (35 Minuten entfernten See) zu fahren, war und ist eher schwierig. Aber letzte Woche bekamen wir nun endlich die Möglichkeit uns mit dem Zwerg in Schwimmweste in den See zu stürzen. Scherz! Wir sind gaaaanz langsam hinein gegangen. Ich war total froh, dass die liebe Sophia mich mit ihrer Kamera begleitete. Denn alleine mit Hund im Wasser ist es durchaus schwierig, gescheite Fotos zustande zu bringen.

Wie ich Jack helfe seine Angst zu bekämpfen
… oder sie zumindest, so gut es geht, zu verringern. Schon seit 2014 versuche ich, in jeder möglichen Situation Wasser für Jack mit etwas ganz Tollem zu verknüpfen. Und was zieht da beim Pinscher wohl am besten? Richtig, Futter! *hi hi* Ein paar Schritte ins Wasser gehen und Futter daraus angeln ist mittlerweile gar kein Problem mehr. Aber wehe es gibt Auftrieb, da kann dann auch der Fresskram den Zwerg nicht mehr überzeugen. Genau aus dem Grund habe ich mich für eine Schwimmweste entschieden. Sie mindert das Gefühl des Auftriebs und ermöglicht eine sicherere Lage im Wasser. Warum der Zwerg die Angst vor dem Wasser an der Ostsee gemeinsam mit Tino scheinbar vergessen hatte, kann ich noch heute nicht sagen. Irgendwie haben sich der große und der kleine Pinsch da gegenseitig gepusht gehabt.

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Allein schien er seinen Mut von „damals“ jedoch wieder vergessen zu haben. Nur gut, dass wir diesmal die Schwimmweste haben! 😉 Nachdem ich Jack seine, zugegeben doch wirklich super cool aussehende, Rettungsweste angelegt hatte, versuchte ich ihn mit Leckerchen in den See zu locken. Meine Hoffnung war, dass die Motivation durch Leckereien ihn von selbst ins Wasser bringt. Funktionierte auch … so ungefähr vier, fünf Schritte. Dann war Schluss. Mein kleiner Angsthase! Mittlerweile kenne ich ihn einfach zu gut und weiß, dass er sich einfach nicht zutraut über seine eigenen Grenzen zu gehen. Wo ich vor zwei Jahren noch echt Schiss hatte, den Zwerg einfach mal zu pushen, bin ich heute viel wagemutiger. Und das muss ich auch sein! Denn immer wenn ich ihm in Angstsituationen helfe, seinen Schweinehund zu überwinden, wird es danach stetig besser. Das ist mir bereits bei einigen Tricks aufgefallen, die er sich selbst nie zugetraut hat, bis ich ihn zu seinem Glück „zwang“. Natürlich nicht mit Gewalt, viel mehr mit Hartnäckigkeit.

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Kurzerhand half ich dem Zwerg über die erste Hürde und hob ihn, dank Griff auf der Oberseite der Schwimmweste, etwas weiter nach vorn ins Wasser. Sofort begann er panisch zu paddeln, das die Wassertropfen nur so umherspritzten. An diesem Punkt aufzugeben, wäre einfach falsch gewesen. Es konnte ihm ja nichts passieren. Ich hatte ihn sicher in der Hand und er ging kein Bisschen unter. Das musste er nur erst einmal selbst begreifen. Sein anfangs noch heftig pochendes Herzchen wurde allmählich etwas ruhiger. Die erst noch echt hektischen Pfotenbewegungen nahmen ab und wurden ruhiger. War doch gar nicht so schlimm! Ich ließ ihn eine Weile an Ort und Stelle schwimmen, hielt ihn immer ganz fest an der Weste. Bekanntlich wird es aber immer nochmal schlimmer, bevor es wirklich besser wird. So war es dann auch tatsächlich. Wieder begann der kleine Pinscher wie verrückt um sich zu schlagen. Ich ließ ihn das auskämpfen, bis er sich wieder beruhigte. Für die erste Runde war ich sehr zufrieden und ließ ihn letztlich von selbst an Land schwimmen. Nach dieser Runde, konnte ich ihm die Weste sogar noch am Ufer abnehmen und es gab auch keine eingezogene Rute. 🙂

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Wir machten eine laaaange Pause mit Snacks und Fotos und Trickserei. Danach starteten wir in die zweite Runde. Auch diesmal musste ich wieder etwas nachhelfen, um den Zwerg ins Wasser zu bekommen, bis er den Grund unter den Füßen verlor und schwamm, aber das machte nichts. Alles was wir bereits in der ersten Runde durchmachten, machten wir nun wieder durch. Erst panisches Strampeln, dann eine kurze ruhigere Phase, gefolgt von abermals hektischen Ruderbewegungen. Außerdem versuchte Jack nun, sich zu drehen um an Land zu schwimmen. Da ich ihn festhielt, konnte er logischerweise nicht fort und wurde nur umso panischer. Sein Herz donnerte regelrecht. Nachdem ich ihn mit der Blickrichtung wieder Richtung See statt Ufer dreht, war alles nur noch halb so schlimm. Ich ließ ihn noch eine Weile ruhig paddeln und dann zurück an Land schwimmen.

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Nach zwei Einheiten an einem Tag, war Zeit aufzuhören. Natürlich hätte es mir besser gefallen, hätte er sich noch etwas mehr entspannt. Aber dazu war ich selbst nicht entsprechend tief im Wasser drin. Für die ersten Runden mit Schwimmweste, bin ich dennoch sehr zufrieden. Das Teil entspricht genau meinen Vorstellung und hat mich, wie gewünscht, in meinem Vorhaben gut unterstützt. Ich hoffe sehr, noch einige solche Übungen in diesem Sommer mit Jack machen zu können. Wenn wir es zeitlich dieses Jahr aber nicht mehr hinbekommen, weiß ich genau was nächstes Jahr auf dem Plan steht. 😉

Was die Schwimmweste betrifft, ich kann sie nur jedem weiterempfehlen. Außerdem bin ich froh, investiert zu haben. Wenn wir Paddeln fahren, wird sie uns für den Zwerg eine zusätzliche Sicherheit liefern. 🙂


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3 Gedanken zu “Hurtta Lifeguard

  1. Pingback: Anschaffung einer Schwimmweste oder vergewaltige ich meinen Hund? – VERWAUZT und ZUGEBELLT

  2. Pingback: Das war doch mal ein Sommer! |

  3. Hi, das ist ja toll, dass du mit der Weste so erfolgreich warst. Ich habe zwei Hunde, von denen die Eine eine totale Wasserratte ist. Aber meine kleine Maus traut sich nicht weiter als bis zum Bauch rein. Das finde ich schade. Erstmal schwimme ich toal gerne mit den Hunden (die kleine steht dann am Ufer und jammert) und gerade im Sommer können die Hunde sich beim Schwimmen so gut abkühlen.
    Bin mal deinem Link gefolgt und habe mir die Westen angeschaut. Hm, sind ja ganz schön teuer. Aber ich weiß, dass die Sachen von Hurtta auch toll sind. Hab zwei Geschirre für die Mädels. Also mal überlegen…
    Dir jedenfalls weiterhin viel Spaß mit dem süßen Schwimmer. Daumen hoch für Jack!
    Viele Grüße Hellen mit Luna und Zoe

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