Rasseportrait: Yorkshire Terrier

Viele kennen den Yorkshire Terrier, gern auch Yorkie genannt, häufig als kleinen Kläffer an Omis Seite. Ich nicht. Ich liebe diese kleinen knuffigen Hunde total. Sie sind nicht nur extrem niedlich, sondern auch sehr klug. Die liebe Nadine vom Blog Chaos Trickser hat auch an unserer Portrait-Reihe teilgenommen, um uns etwas über ihren Yorkie Alfi zu erzählen und wie das Leben mit einem Yorkshire Terrier so ist. 🙂


Mit einer Größe zwischen 18 und 23 cm und einem „Kampfgewicht“ von bis zu 3,2 kg gehört der Yorkshire Terrier zu den kleinen Vertretern der Hundewelt. Das Körperhaar ist von mittlerer Länge, nicht wellig, glänzend und fühlt sich nicht wollig aber fein und seidig an. Die Fellfarbe des Yorkies wird als dunkles Stahlblau (nicht Silberblau) vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz bezeichnet. An der Brust hat das fell ein volles, helles Tan. (Alle tanfarbenen Haare sind an der Wurzel dunkler als in der Mitte und werden zur Spitze hin noch heller.) Die Fellpflege muss nicht besonders anspruchsvoll sein, kann es aber. Wer einen „schlechtwettertauglichen“ Hund ohne großen Pflegeaufwand möchte, kann dem Yorkshire Terrier eine praktische Kurzhaarfrisur geben. Soll das Fell lang sein, muss es einiges an Pflege bekommen, um nicht stumpf oder brüchig zu werden oder zu verfilzen.

Der Yorkshire Terrier als anerkannte Rasse ist etwa 115 Jahre alt, doch er existiert natürlich schon sehr viel länger. Anfangs wurde er vielfach als Rattenfänger gehalten. Seinen Namen hat er übrigens von der englischen Grafschaft Yorkshire und stammt, wie die meisten Terrierrassen, aus England. 1886 entschied der Kennel Club, die Rasse unter dem Namen Yorkshire Terrier anzuerkennen. In Deutschland finden sich die ersten Eintragungen 1912 im Zwerghunde-Zuchtbuch. Ab 1939 wurde die Rasse dann vom Klub für Terrier e.V. betreut.

Auch wenn der Yorkshire Terrier hübsch anzusehen ist, ist er im Grunde seines Herzens ein echter Terrier. Er ist selbstbewusst, aktiv und kann sowohl Menschen als auch Hunden gegenüber recht aufbrausend werden. Er weiß genau was er will und setzt das auch durch, wenn sein Zweibein ihm nichts entgegen zu setzen hat. Er ist zudem recht mitteilsam. Inwiefern er sich zum echten Kläffer entwickelt hängt sehr von seinen Besitzern ab, die dagegen konsequent vorgehen sollten. Der Yorkshire Terrier ist furchtlos und hält sich selbst für deutlich größer, als er tatsächlich ist. So nimmt er auch die Aufgabe Haus und Besitzer zu beschützen recht ernst. Mit anderen Hunden kann er sich zu einem Raufer entwickeln. Eine gute Sozialisierung mit verträglichen Hunden jeder Größe, ist sehr hilfreich, um ein angemessenes Verhalten fremden Hunden gegenüber zu erreichen. Daneben ist er aber auch anhänglich, loyal und sehr lernfreudig. Nimmt man ihn als richtigen Hund ernst und gestaltet die Erziehung und Auslastung entsprechend, ist er ein aktiver, nervenstarker und angenehmer Begleiter. Besonders lange Spaziergänge findet er klasse.

Vorallem durch die Größe des Yorkies wird aus dieser Rasse ein guter Begleithund. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Yorkshire Terrier sich daneben benimmt ist allerdings höher, als bei manch anderen Begleithundrassen. Mit Kindern könnte es Probleme geben, gerade kleine Kinder sollten mit einem Yorkshire keinesfalls alleine gelassen werden. Hier ist es ratsam den Kindern von Beginn beizubringen, dass auch ein kleiner Hund kein Spielzeug ist und seinen Freiraum benötigt.

Bei bester Gesundheit kann der Yorkshire Terrier zwischen 13 und 16 Jahre alt werden.


Und nun erfahrt ihr Nadines Antworten zu unseren bekannten 10 Fragen! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Das ist eine gute Frage! Eigentlich wollte ich schon immer einen großen Hund und der Yorkie ist ja nun wirklich nicht einer der groß ist. Zumindest nicht körperlich. 😉 Mein Onkel hatte sich für eine süße Yorkshire Terrier Dame entschieden. Als ich sie gesehen habe, habe ich mich einfach in sie verliebt. Wer kann schon so süßen Knopfaugen widerstehen? Na ja … und wenn man so drüber nachdenkt, die „Größe“ ist einfach praktisch. Ein Yorkie passt überall mit hin.

2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Alfi ist einfach alles. Zuhause oder auch unterwegs, wenn es sein muss, ist er ruhig. Er muss nicht jeden Tag riesige Runden gehen. Es reicht ihm auch einfach mal der Gang um den Block. Aber er kann auch anders! Wir haben mit ihm schon Tageswanderungen gemacht und da war nicht er derjenige der als erster schlapp gemacht hat. 😉
Wenn es darum geht auf unsere Wohnung aufzupassen ist er der Größte. Jede Katze wird verbellt oder ungewöhnliche Geräusche angezeigt. Man muss also schon etwas trainieren, dass er nicht zum Kläffer wird. 😉 Wenn es allerdings darum geht, dass ihm etwas weh tut, etwas komisch ist oder er ein Stöckchen im Fell hat, dann ist er eher der sensible kleine Wuffel. Alfi ist sozusagen ein Allrounder. 😉

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3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Ich finde Yorkies einfach nicht langweilig. Sie können alles sein! Man kann mit ihnen genauso Hundesport machen wie mit den Großen. Sie sind super intelligent und werden leider viel zu oft als Oma-Hund unterschätzt.

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Nein. Ich würde sagen Alfi ist ein typischer Yorkie. Naja gut, er hat nicht das lange Fell, aber wenn ich wollte, dann könnte er das auch haben. 😉

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Wie schon geschrieben ist es für Alfi total okay, wenn er mal nicht den ganzen Tag bespaßt wird. Auslasten kann man ihn gut mit schönen Spaziergängen, etwas Köpfchen- oder Nasenarbeit und spielen. 🙂 Wir machen einfach von allem ein bisschen, aber nicht jeden Tag. Wir sind manchmal auch einfach faul und liegen auf der Couch.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Na ja … damals wurden Yorkies ja zur Rattenjagd eingesetzt. Wir haben jetzt keine Ratten in der Wohnung… aber man könnte mit ihm super Agility machen! Leider gibt es hier bei uns keinen Verein der das anbietet. Aber weil der Yorkie sehr intelligent ist, machen wir gemeinsam Trickdogging. 🙂

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Beim Yorkie kommt es oft zu Patellaluxation. Man sollte also bevor man Hundesport mit ihnen macht abklären lassen ob alles in Ordnung ist. Auch Augenerkrankungen sind bei Yorkies häufig. Züchtern können hier einen Gentest machen. Alfi hat leider einen empfindlichen Magen, aber das haben die verschiedensten Hunde und ist nicht speziell nur bei Yorkies so. Da achte ich einfach darauf, dass Alfi nicht zu fettig isst. 😉

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Dazu kann ich leider nichts sagen, da Alfi keinen Hundekumpel der gleichen Rasse hat. Schade leider! Wenn ich Alfi allerdings mit anderen Rassen beobachte hat er keinen speziellen vorlieben. Er mag einfach den einen Hund lieber als den anderen. Ich glaube das liegt etwas an der Art des Spielens. Alfi spielt lieber um die Wette rennen und rauft nicht so gern.

9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Alfi ist absolut ein Magnet. Das liegt vielleicht auch etwas daran, dass er Menschen liebt! Egal wer es ist, Alfi muss hin, sich freuen. Einfach erst mal „Hallo“ sagen. 🙂 Angst haben die wenigsten vor Alfi. Wenn dann nur die ganz kleinen Kinder, weil Alfi da dann doch etwas stürmisch ist. 😉

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10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Ich hatte keine spezifischen Vorstellungen wie das Zusammenleben mit dieser oder jener Rasse ist. Ich hatte nur meine Vorstellungen wie das Leben mit Hund wird. Und ich hatte es mir so vorgestellt. 🙂 Ich war aber auch viele Jahre meiner Kindheit im Tierheim unterwegs. Klar waren die Hunde da nicht mit bei mir daheim, aber ich war viel mit Ihnen unterwegs. Wenn ich ehrlich bin kann ich mir ein Leben ohne Hund gar nicht mehr vorstellen. Ich will es auch gar nicht! 😉

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Ach liebe Nadine, vielen Dank für deine Teilnahme und die Beantwortung der Fragen. Dein Alfi ist wirklich ein super hübscher kleiner Kerl, der was auf dem Kasten hat! 🙂

Neben dem Blog der Chaos Trickser gibt es auch auf Facebook und Youtube tolle Sachen über Alfi zu erfahren. Und für eine große Portion Niedlichkeit sorgen die Bilder vom kleinen Yorkie auf instagram.

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