Rasseportrait: Podenco Andaluz

Nachdem wir ja vor nicht allzu langer Zeit schon den Podengo Portuguese Pequeno im Portrait hatten, reiht sich heute ein ähnlich klingender Vierbeiner in die Gastreihe ein: der Podenco Andaluz. Vertreten die hübsche Luana und ihrem Frauchen Heike vom Blog podencaluana. 🙂


Den Podenco Andaluz gibt es in drei Größen, klein – mittel – groß.

Podenco Andaluz groß: Rüden 54- bis 64 cm, Hündinnen 53 bis 61 cm bei einem Gewicht zwischen 21 und 32 kg
Podenco Andaluz mittel: Rüden 43 bis 53 cm, Hündinnen 42 bis 52 cm bei einem Gewicht zwischen 10 und 22 kg
Podenco Andaluz klein: Rüden 35 bis 42 cm, Hündinnen 32 bis 41 cm bei einem Gewicht zwischen 5 und 11 kg
Innerhalb dieser 3 verschiedenen Größen treten 3 verschiedene Fellvariationen/Haarkleid auf.
– Borstentyp (hart und lang, circa 5 cm, ±)
– Seidentyp (seidig und lang, circa 8 cm, ±)
– Glatthaartyp (kurz und fein, etwa 2 cm, ±)

Das kurze oder feine Haar fühlt sich hart und glatt, das harte oder borstige Haar hart und das lange oder seidige Haar seidig an. Sowohl Hunde des Seidentyps als auch des Borstentyps sind am ganzen Körper mit reichlich Haar bedeckt, nur an den Gliedmaßen sowie am Kopf ist es etwas kürzer. Das Fehlen von Unterhaar fällt auf. Die Decke (Grundfarbe) ist weiß oder zimtfarben oder beide gut vermischt. Das Weiß kommt in den Variationen silberfarben, matt oder elfenbein vor. Zimt kann zwischen hell und kräftig leuchtend variieren.

Dieser Hund ist ein Nachfahre der ägyptischen Podencos aus der Zeit der Pharaonen, die mit Phöniziern über die Kolonie in Cadiz auf die iberische Halbinsel gelangten. Er ist ein für die Jagd geborener Hund mit einem exzellenten Geruchssinn und einer hohen Ermüdungsresistenz, der vor nichts zurückschreckt, methodisch und schnell ist bei der Suche, mit einem fröhlichen Gang hinter der Beute her, sowohl bei der Großwild- als auch bei der Niederwildjagd, ist er der ideale Retriever von Haar- und Federwild sowohl im Wasser als auch in unzugänglichem Gelände.

Der Podenco Andaluz ist sehr intelligent, wachsam und sozial verträglich. Er erscheint seinem Besitzer gegenüber sehr liebevoll, unterwürfig und loyal, bricht diese Bindung aber bei ungerechtfertigter Strafe sofort.

Dieser robuste Hunde hat eine Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren.


Und das hat Heike über Luana verraten! 😉


1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Eigentlich wollte ich nie einen solchen Hund haben, 2015 sollte ein Miniatur Bullterrier bei uns einziehen…das ist viel eher meine Rasse. Doch dann kam mir Luana in die Quere 🙂 Ich wurde im Dezember 2014 von einem Vorstandsmitglied des Tierschutzverein´s angeschrieben der Luana vermittelte. Die suchten dringend eine Pflegestelle in Deutschland für die Maus und ich sagte nach sehr langem überlegen zu. Eigentlich sollte sie nur ein paar Wochen bei uns bleiben doch ich habe als Pflegestelle vollkommen versagt, ich konnte Luana nicht mehr hergeben. 🙂 Wie es genau dazu kam könnt ihr hier nachlesen.

2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Sie ist eine ziemlich wilde Hummel, extrem neugierig, total fixiert auf mich, verfressen, verspielt, aufgeschlossen, klug, geht gerne und lang spazieren, mag kuscheln total gerne und schläft sogar bei mir im Bett.

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3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Podencos sind grundsätzlich toll! Ich mag ihr Wesen und auch ihr Äußeres. Die langen Ohren und auch Beine finde ich ziemlich schick und ihr eleganter Gang ist mehr als umwerfend!

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Luana hat keinen Jagdtrieb – null! Vielleicht ist das der Grund warum sie so furchtbar von ihrem damaligen Besitzer geqäult wurde. Sie war als Jagdhund einfach nicht zu gebrauchen. Denn für die Spanier ist diese Rasse einzig und allein für die Jagd nützlich.

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Sie hat sehr viel Energie, ich könnte mit ihr ohne Probleme bis nach Aachen laufen und wieder zurück. 🙂 Luana geht fünf mal am Tag spazieren. Zwei mal davon jeweils circa 2 Stunden. Wir haben hier eine eingezäunte Pferdekoppel auf der sie sich regelmäßig auspowern kann.

6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Eigentlich nicht. Wenn ich ehrlich bin arbeite ich gar nicht mit ihr. Aus Spaß spielen wir Frisbee oder schmeißen einen Ball. Das war es auch schon.

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Nein, Luana ist mehr als unkompliziert in Sachen Futter oder Fellpflege. Von diversen Krankheiten blieben wir bisher auch Gott sei Dank verschont.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Luana lebt bei uns mit einem Shih-Tzu Malteser Mix zusammen, die beiden lieben sich sehr. Sie ist die einzige Podenca in unserem Ort doch ich habe mir für den Sommer vorgenommen öfter nach Köln zu fahren. Dort finden regelmäßig Podencotreffen statt. Sie spielt mit meinem anderen Hund genauso wild wie mit andere Hunde….wie das Spielverhalten mit einem Hund der gleichen Rasse ist kann ich leider noch nicht beurteilen.

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Es gibt verschiedene Arten des Podenco´s…sehr imposant find ich den Ibicenco, mit einer Körperhöhe von 70cm zieht er jeden Blick auf sich. Meine Hündin ist mit ihren 43 cm eher klein und zart. Luana ist fremden Leuten gegenüber recht schüchtern…es dauert etwas bis sie Vertrauen gefasst hat. Sie ist eher der Typ: Stille Wasser sind tief. *lach*

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10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Oh ja…ich sollte am Anfang ja nur Pflegestelle sein. Luana wurde mir mehr als schlimm und schwierig beschrieben da sie aus einer sehr schlechten Haltung kommt. Sie wurde in Spanien all die Jahre schwer misshandelt…ihrer Schwester hat ihr Vorbesitzer sogar alle Zähne ausgeschlagen. Am Anfang hatte sie es nicht verstanden das man nur draußen Pipi macht und nichts kaputt machen darf. Die Spaziergänge waren am Anfang auch nicht so einfach da sie vor allem und jeden Angst hatte. Das ist heute alles vergessen, in dem einen Jahr wo sie jetzt bei mir ist, ist sie ein fast perfekter Hund geworden und ich möchte mein Mädchen nie mehr missen


Ach liebe Heike du weisst gar nicht wie schön ich es finde, dass unsere Rasseportraits mittlerweile solche Kreise ziehen. Ich freue mich, dass du mich angeschrieben hast und dich auch für die Teilnahme angemeldet hast. Vielen lieben Dank! 🙂

Wenn ihr die süße Luana neben ihrem Blog auch mal auf instagram oder Facebook besuchen wollt, nur zu! Da freuen sich Hund und Frauchen ganz bestimmt sehr darüber! 😉

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