Rasseportrait: Malteser

Ich glaube ja, dass man den Malteser entweder als langhaarigen stolzen Ausstellungshund oder aber als kurzhaarigen kleinen Frechdachs kennt. Die Alena von lillis dogblog hat mit ihrer süßen kleinen Lilli letzteres. Und heute sind sie bei uns zu Gast, um unsere Fragen für das Rasseportrait zu beantworten.


Der kleine elegante Malteser hat eine Größe von 20 bis 25 cm und wird dabei gerade mal 2 bis 4 kg schwer. In der Regel trägt dieser kleine Hund sein dichtes, seidiges, glänzendes und schimmerndes Fell sehr lang und wirkt dadurch besonders edel. Doch auch kurzhaarige Malteser trifft man immer öfter. Üblicherweise hat der Malteser eine weiße bis blasse elfenbeinähnliche Fellfarbe.

Die Vorfahren dieses kleinen Hundes lebten in den Häfen und Küstenorten des zentralen Mittelmeeres. Dort waren sie Mäuse- und Rattenfänger. In seinem Verzeichnis der in Europa bekannte Hunde erwähnt Artitoteles (384-322 v.Ch.) auch eine Rasse kleiner Hunde, der er den lateinsichen Namen „canes malitenses“ gibt. Selbst schon im antiken Rom war dieser Hund bekannt: der  Dichter Strabon hat ihn als den Begleiter respektabler Frauen besungen. Und zahlreiche Maler der Renaissance zeigen den Malteser in den Salons der Epoche an der Seite schöner Frauen.

Da der Malteser über viele Jahrhunderte als Begleithund gezüchtet wurde bringt er Anhänglichkeit und Anpassungsfähigkeit mit. Er ist ein fröhlicher und leichtführiger Hund, der wenn er nicht verhätschelt wird ein angenehmer, ruhiger Begleiter sein kann. Der Malteser hat wenig Wachtrieb, kann allerdings melden. Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend, während er seine Menschen gern anhimmelt. Sein Jagdtrieb ist kaum ausgeprägt. Das macht Spaziergänge in freier Natur mit ihm sehr angenehm. Er ist eher ruhig, schätzt Trubel nicht so sehr und sollte von klein an gut sozialisiert und an seine Umwelt gewöhnt werden.

Der Malteser ist sehr anpassungsfähig. Mit Kindern versteht der Malteser sich in der Regel gut. Die Kinder sollten den sehr kleinen Hund jedoch mit Respekt behandeln und nicht als Spielzeug zu missbrauchen. Auch mit anderen Haustieren oder fremden Hunden ist der Malteser meist sehr verträglich. Doch nur weil er so ein kleiner Hund ist, sollte nicht der Irgglauben entstehen, dass man ihn nicht erziehen muss. In der Regel ist diese Rasse recht leicht erziehbar. Malteser spielen gerne, sind lernfreudig und können viel Spaß an DogDance oder zumindest am Einstudieren kleiner Tricks haben.

Ein solcher Hund geht gern spazieren, benötigt aber keine stundenlangen Wanderungen, um glücklich zu sein. Wichtig sind ihm vor allem viel Interaktion und die Nähe zu seinem Menschen. Er bleibt nur sehr ungern längere Zeit alleine.

Mit einer Lebenserwartung zwischen 12 und 15 Jahren kann dieser kleine hübsche Hund ein langfristiger Begleiter sein.


Und das hat uns Alena erzählt! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Der Traum von einem Hund war schon seit mehr als 15 Jahren da. Mein Hund sollte verschmußt, eine soziale Rasse, intelligent und wegen der Tierhaarallergie meiner Mutter ein Antiallergikerhund sein! Natürlich sollte es eine Rasse sein, die auch für Hundeanfänger geeignet sein sollte aber dennoch sollte die Rasse sehr intelligent und anspruchsvoll sein. Natürlich war gerade wegen dem bestimmten Haarkleid die Auswahl sehr gering! Nachdem wir uns ausgiebig über mehrere Rassen informiert hatten, traf unsere Entscheidung die Rasse Malteser! Denn Malteser haben einen einzigartigen liebevollen Charakter.

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2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Lilli ist ein sehr aktiver, sozialer (egal ob Zwei- oder Vierbein) und liebevoller Hund. Aktiv in dem Sinne, dass Sie am liebsten den ganzen Tag durch die Gegend rennen würde. Ab und zu spielt sie auch sehr gerne mit Hundespielzeug aber bevorzugen tut sie definitiv das spielen mit Artgenossen.

3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Malteser sind sehr stark auf Ihre Menschen bezogen und eine der wenigen Rassen, die wie ein zweiter Schatten sind. Machst man sich frühstück, ist Lilli dabei. Läuft man vom Schlafzimmer ins Bad, dann in die Küche und dann in das Wohnzimmer ist Lilli dabei. Hat man einen Malteser ist man keine Sekunde mehr allein. Allerdings besteht auch die Gefahr, wenn man den menschenbezogenen Vierbeinern nicht die von der Rasse verlangte Aufmerksamkeit schenkt, das können Sie schnell einmal unter Depressionen leiden können. Lilli versteht sich aber nicht nur blendend mit Zweibein, nein auch mit Vierbein ob groß oder klein, zum Spielen ist sie bei jedem bereit.

4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Laut Wikipedia, sämtlichen anderen Internetseiten und auch Büchern haben Malteser keinen bis zu einen sehr geringen Jagdtrieb. Bei Lilli ist das nicht der Fall. Alles was nicht aussieht wie ein Mensch oder ein Hund muss gejagt werden! Ebenfalls heißt es, dass Malteser einen sehr geringen Auslauf benötigen, auch das trifft bei Lilli auf keinen Fall zu. Die kleine Maus braucht täglich Ihren Auslauf bis ca. 10 Kilometer. An Tagen wo gewandert wird, ist es auch schnell einmal mehr!

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5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Lilli ist ein kleiner, weißer Powerball. Sie ist gerne viel unterwegs, trainiert gerne und möchte vor allem oft mit Artgenossen zusammen sein. In der Regel gehen wir fünf Mal täglich spazieren, dazu kommen Nasenarbeit, Clickertraining und das Spielen zuhause. Alles versuche ich so spannend wie möglich zu gestalten, aber an manchen Tagen lasse ich meinen Hund einfach Hund sein.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Ich als Frauchen, versuche das Beste aus Lillis Stärken zu machen. Ihre größten Stärken sind das Rennen und die große Ausdauer und die Köpfchenarbeit. Daher besuchen wir mehrmals wöchentlich eine Hundeschule und wollen im Frühjahr 2016 mit dem Hundesport Agility (eher Rasseuntypisch) beginnen um vielleicht vorhandene Vorlieben fördern zu können.

7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Malteser haben eine anspruchsvolle Fell- oder in diesem Fall Haarpflege im Gegensatz zu anderen Rassen. Lilli bekommt täglich mindestens 20 Minuten das Fell gekämmt und gebürstet. Danach werden die Augen und der Augenraum gesäubert und die Zähne geputzt. Malteser neigen sehr schnell zu Haarverfilzungen. Auch wir waren davon schon einmal betroffen und Lilli musste das Fell auf 3 mm Länge abgeschoren werden, trotz sehr gründlicher Pflege!

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8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Viele Malteser gelten regelrecht als Rassisten! Sie spielen lediglich mit der gleichen Rasse oder nur mit Zweibein. Da ist Lilli ganz anders. Lilli ist sehr sozial und kommt mit groß wie klein prächtig klar und passt sich den Mitspielern an. Allerdings merkt man es trotzdem, wenn der Spielkamerad ein Malteser ist. Die Leidenschaft beim Spielen ist einfach noch viel intensiver und anschaulicher!

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Wenn wir mit Lilli unterwegs sind, bleibt sie meistens von keinem Auge verschont. Gerade Frauen oder Mädchen im jüngeren Alter finden die Rasse Malteser und besonders Lilli wegen Ihrem niedlichen Gesicht, hinreisend! Leider unterschätzen viele Menschen diese Rasse und halten den Hund als Schoßhund und versuchen Ihn dann durch die Gegend zu tragen. Auch der Malteser ist ein Hund mit Beinen und Füßen, die er gerne zum Laufen verwendet. Auch das wird gerne in der Öffentlichkeit ohne Nachfragen versucht, wildfremde Menschen wollen einfach meinen Hund auf den Arm nehmen. Da könnte ich Fuchsteufelswild werden.

10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Ich glaube jeder Mensch der noch nie einen Hund besessen hat unterschätzt das Ganze. Ein Hund braucht viel mehr Aufmerksamkeit als man denkt und möchte auch gerne abwechslungsreich beschäftigt werden. Gerade die Zeit als Welpe ist für alle Beteiligten eine sehr anspruchsvolle Zeit. Wenn man sich aber im Großen und Ganzen darauf vorbereitet sollte es zu schaffen sein.

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Wir bedanken uns herzlich für die Teilnahme an unseren Portraits, liebe Alena. Sehr interessant zu lesen, dass Lilli in mancherlei Hinsicht gar nicht den der Rasse nachgesagten Eigenschaften entspricht. 😀 Ich finde es super, dass du dich auf deinen Hund einstellst und sie ihren Stärken entsprechend förderst! 🙂

Neben lillis dogblog könnt ihr die süßen Malteser-Dame auch auf instagram beäugen oder ihrer Facebook-Seite einen Besuch abstatten. Da freuen sich Alena und Lilli ganz bestimmt sehr! 😉

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