we <3 paracord.

Gibt es eigentlich noch irgendwen dem Paracord kein Begriff ist? Besonders unter den Hundehaltern scheint es mittlerweile in aller Munde zu sein und um jeden Hundehals zu hängen. Oder? 🙂 

Für alle die nicht wissen worum es sich bei Paracord handelt, hier mal eine kurze Definition:

Parachute Cord (zu Deutsch Fallschirmleine) oder Paracord ist ein dünnes, leichtes Kernmantel-Seil aus Nylon. Die Ummantelung eines Paracord Seils besteht aus einer hohen Anzahl von eng ineinander verflochtenen Fäden, was eine gleichmäßig glatte Oberfläche ergibt. Da die Seile ausschließlich aus Nylon gefertigt sind, sind sie leicht elastisch. Ursprünglich als Fangleine bei amerikanischen Fallschirmen im Zweiten Weltkrieg eingesetzt, begeistert es heute in vielen anderen Anwendungsbereichen. Mittlerweile werden sogar Gürtel, Armbänder, Schlüsselanhänger und (was für uns Hundehalter ja so interessant ist) Halsbänder und Leinen daraus angefertigt. Das US-Militär definiert im Standard MIL-C-5040H sechs verschiedene Typen: I, IA, II, IIA, III, IV. Die Typen IA und IIA bestehen hierbei lediglich aus einem Mantel und verfügen über keinen Kern. Die am häufigsten verwendete Variante ist das Typ III Paracord, mit einer Mindestbruchlast von 550 englischen Pfund (das sind an die 249 kg), daher auch der Beiname 550 Cord.

Auch wir sind letzten Spätsommer dann doch noch auf den Paracord-Zug aufgesprungen. Immerhin liegt DIY (Do It Yourself) mittlerweile schwer im Trend, da kann man sich doch nicht verwehren. Ich hatte vorher nicht ein einziges mal von diesem speziellen Seil gehört. Erst als ich es um den ein oder anderen Hundehals auf instagram Bildern hängen sah, wurde ich neugierig.

Flechttechniken gibt es wie Sand am Meer. Die einen sind einfacher, die anderen schwieriger. Mit zwei Seilen, mit vier Seilen, mit acht, und so weiter. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ob mit Schmuckelementen oder ohne, der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Manche sind sogar so talentiert im Flechten, dass sie eigene Knoten entwickeln. Respekt! 😉

Als ich mein erstes Hundehalsband aus Paracord anfing, ging ich davon aus dass mir die Lust daran schnell vergeht. Ich bin nämlich absolut nicht fingerfertig. *ha ha* Aber ich habe durchgehalten und ein zwei Knoten ausprobiert. Heute kann ich sagen, dass keines meiner bisher geflochtenen Halsbänder oft Jacks Hals ziert. Nicht dass sie nicht gut sind. Aber irgendwie gibt es tausend Halsbänder mehr in unserem Haus, eines schöner als das andere und irgendwie alle cooler als die Paracord-Dinger. Ich ließ also für eine Weile vom Flechten ab. Bis ich Anfang diesen Jahres wieder auf den DYI Paracord Zug aufsprang und mir ein paar neue Seile und das nötige Zubehör bestellte, um mich diesmal an Hundeleinen zu versuchen.

Von einer Hundeleine aus Paracord versprach ich mir mehr, als von derartigen Halsbändern. Denn was Leinen anging hatte ich schon immer ein Problem. In den 1 1/2 Jahren mit Jack habe ich nämlich noch nicht eine Leine gefunden, die mir 100%ig zugesagt hat. Alle die man im Laden oder im Internet zu kaufen bekommt erwiesen sich für mich, früher oder später, als unpraktisch. Am liebsten hätte ich eine runde Leine, die nicht allzu breit ist, die man mindestens 3-fach verstellen kann und die weder aus Leder noch aus Tauwerk ist. Tja – da zeig mir doch mal einer eine Alternative! 😛

Dank des hübschen Paracord nutzte ich die Möglichkeit eine Leine genau nach meinen Vorstellungen und für unsere Ansprüche herzustellen. Endlich bin ich mal zufrieden, mit dem was ich da in den Händen halte! Seit drei Woche trage ich nun dieses schmucke selbstgeflochtene Teil mit uns herum und ich liebe es! Ich habe die Ringe, zum Verstellen der Länge, an genau den Stellen eingearbeitet wo ich sie auch wirklich gebrauchen kann. Somit steht mir nicht nur eine Handschlaufe zur Verfügung, ich kann die Leine auch gut umhängen. Das mache ich nämlich sehr gern, die Leine quasi so tragen wie eine Umhängetasche. Es ist mir wichtig, dass Jack die passende Länge an Leine zur Verfügung hat um nicht zu weit vorlaufen aber bequem bei mir gehen zu können. Was mir ganz besonders gut gefällt ist, dass das Material so schön in der Hand liegt. Es ist leicht und irgendwie glatt aber nicht rutschig, ich empfinde es als schön griffig. Dadurch habe ich automatisch einen viel lockereren Griff und signalisiere Jack somit keine Angespanntheit über die Verbindung zwischen ihm und mir durch die Leine.

13.04

Für mich ist eine Paracord-Leine eine super Alternative zu käuflich erwerbbaren Leinen. Eben vor allem da man sie sich so gestalten kann, wie man sie möchte und benötigt.

Das für mich hilfreichste Video kam vom Youtube-Kanal alive4fashion, wo es um das rundflechten mit 4 Strängen geht. Zwar wird da nicht direkt auf eine Hundeleine abgezielt aber das Prinzip ist ja das gleiche. Wer einen größeren Hund hat und lieber eine etwas dickere Leine flechten möchte, der kann sich von Melvin Thomas eine kurze Anleitung zum rundflechten mit 8 Strängen ansehen. 😉

Die liebe Fabienne von life with gismo hat mir zustäzlich noch einen Link zur Verfügung gestellt, auf dem man sehr schön erklärt und gezeigt bekommt wie man ein Zugstophalsband aus Paracord knüpft.

Und auf verwauzt und zugebellt findet ihr, passend zur aufkeimenden Zekcensaison, einen Artikel zum Thema Paracord mit Zeckenschutz. 😉

Das Material für Paracord DIY bestelle ich übrigens meist in der dmg kreativ werkstatt oder auf slydogz.de.

 

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4 Gedanken zu “we <3 paracord.

  1. Pingback: Do it yourself... EM- Zeckenhalsband - VERWAUZT und ZUGEBELLT

  2. Aha! Auch ein Paracord-Süchtling. Wirst sehen… der ersten tollen Leine folgen noch einige weitere und dann noch das passende Halsband und dazu das passende Armband für dich… bei mir fing alles mit einem Halsband an und ich bin nicht zu bremsen *kicher*

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

    P.S. Ich hab auch schon eine DIY Anleitung für ein Zeckenhalsband erstellt und möchte noch eine für eine Leine und ein einfaches Halsband machen.

    Gefällt 1 Person

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