Rasseportrait: Podengo Portuguese Pequeno

Der kleine Emil von Blog trickpodi hat es mir schon seit geraumer Zeit angetan. Nicht zu selten schaue ich auf instagram bei ihm und seinem Frauchen Lotta Marie vorbei und hole mir eine Portion Niedlichkeit. Heute sind die beiden im Rasseportrait des Podengo Portuguese Pequeno zu Gast und wir freuen uns sehr darüber! 😉

Der Podengo Portuguese Pequeno ist mit 20 bis 30 cm und 4 bis 6 kg die kleinste Varietät dieser Rasse. Daneben gibt es noch den Podengo Português Grande (groß) mit 55 bis 70 cm und 20 bis 30 kg. Er ist der größte Vertreter dieser Rasse und zugleich der seltenste. Und den Podengo Português Médio (mittelgroß)mit einer Widerristhöhe von 40 bis 54 cm und einem Gewicht von 16 bis 20 kg.

Das Haarkleid des kleinen Podengo Pequeno gibt es in den Ausführungen Kurzhaar und Rauhaar. Besonders niedlich beim Rauhaar ist das lange Haar unterhalb des Unterkiefers. Es ergibt einen Bart. 🙂 Vorwiegende Farben sind gelb, falbfarben (in allen Schattierungen von hell bis sehr dunkel), und schwarz (verdünnt oder ausgewaschen), einfarbig mit oder ohne weisse Abzeichen oder weiss mit Abzeichen in den vorgenannten Farben.

In unseren Breiten kommt der Podengo Portugues Pequeno als kleiner Haushund vor. Der Rassestandard beschreibt den Podengo Portugues als genügsam. Dies ist er jedoch nur in seinen Ansprüchen an die Umgebung und die Ernährung, sein lebhaftes Wesen möchte gefordert werden. Er ist ein lebhaftiger, intelligenter, neugieriger Hund, der gern mit Artgenossen umgeht. Diese Rasse hat ein ausgeprägt gutes Sozialverhalten und fügt sich normalerweise problemlos auch in ein bestehendes Rudel ein. Der Podengo Portugues ist ein recht bellfreudiger und wachsamer Hund, der jeden Fremden sofort meldet. Mit ein wenig Konsequenz und Geduld ist ihm aber schnell beizubringen, dass er seinen Wachtrieb in der Wohnung nicht ausleben sollte. Der Pequeno ist recht gut auch in einer Stadtwohnung zu halten, vorausgesetzt, man gibt ihnen die Möglichkeit, sich draußen regelmäßig auszutoben.

Allen drei Vertretern des Podengo Portugues ist ein ausgeprägter Jagdtrieb zuzusprechen. Der kleine Podengo Portugues wird zur Jagd auf Nagetiere eingesetzt, der mittelgroße außerdem zum Aufspüren von Dachsen und Iltissen, der große nimmt es auch mit Wildschweinen auf. Suchspiele und Agility sind ideal, um seinen Jagdtrieb in andere Bahnen zu lenken.

Diese Rasse hat, ausgehend von der jeweiligen Größe, eine Lebenserwartung zwischen 9 und 15 Jahren.


Hier findet ihr Lotta Maries Antworten! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
In diese Rasse habe ich mich erst verguckt, nachdem Emil schon bei uns lebte. Er ist ein wundervoller Hund und vereint alle Eigenschaften die ich bei einem Hund haben möchte (ausgenommen die Größe, wobei es den Podengo Portuguese in 3 Größen gibt).

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2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Emil ist ein sehr aktiver Hund der viel Auslastung benötigt. Es kommt drauf an aus welcher Sicht man von ihm schreibt, denn ich beschreibe ihn ganz anders als andere Menschen. Er ist sehr sensibel, lernwillig, sportlich und für alles zu begeistern.
Er braucht eine bestimmte Bezugsperson, ich, die ihm Sicherheit gibt, Geduld hat und ruhig bleibt. Hat man erstmal sein Vertrauen gewonnen verliert man es nicht so schnell.
Viele Menschen die Emil noch nicht so gut kennen, denken er ist ein normaler Hund, was ich sehr toll finde, erst jemand der ihn länger bzw. besser kennt entdeckt das er ein Angsthund ist und wir lange Zeit trainiert haben bis Emil so gefestigt ist.

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3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Diese Rasse ist für mich besonders, denn sie ist – noch – nicht verzüchtet, wie andere Rassen. Noch genauso wie früher und nicht viel vertreten in Deutschland.

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Emil ist ein sehr sinsibler Hund der vor vielem Angst hat, das ist bei den Podengo Portuguese Pequeno nicht vertreten, sie sind eher die taffen kleinen robusten Jäger.

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Er ist ein Powerpaket, liebt alles was mit rennen und toben zu tun hat.Draußen ist er sehr aufgedreht und aktiv, in der Wohnung hingegen wie unsichtbar – außer man animiert ihn drinnen zu etwas. Wir sind jeden Tag rund 2 Stunden mittags unterwegs, mal nur Spazieren gehen und ein paar alltägliche Aufgaben und dann auch Dummytraining,
Gehorsamkeitstraining, Unterordnung oder Trickdogging/Dogdance. In der Wohnung werden über den Tag verteilt ein paar Trickübungen gemacht, sonst darf er sich ausruhen.
Morgens und Abends gehen wir kurze Runden spazieren. Mittags ist die große Runde dran, wo wir uns auch oft zum spielen mit anderen Hunden treffen.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Die Podengo Portuguese Pequenos sind Jagdhunde, dementsprechend hat Emil viel Jagdtrieb. Wir machen zusammen Fährtenarbeit, was ihm viel Spaß macht und wo er sich sehr konzentriert. Er liebt Nasenarbeit.

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Nein, ich muss auf nichts achten. Das einzige was ich immer im Hinterkopf habe ist Emils Epilepsie, wo er sich nicht zu doll aufregen darf bzw. sich überfordern darf. Sein letzter Anfall ist auch schon 3 Jahre her und er braucht auch keine Tabletten o.Ä.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Bisher hat Emil keinen Podengo Portuguese Pequeno als Kumpel. Allerdings von den spanischen Podencos (Podenco Ibicenco) hat er genügend große Kumpels und eine Mitbewohnerin. Es gibt keinen Unterschied im spielen und toben wie bei anderen Rassen. Er ist oft der Kleinste, was er vom Welpenalter an schon gewöhnt ist und ihm nichts ausmacht.

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Er ist ein gutes Mittelmaß zwischen beidem, weder ein großer Publikumsmagnet noch halten andere Abstand. Ich halte Andere erst gern auf Abstand, da Emil Probleme mit fremden Menschen hat und viele ihn, weil er klein ist, anfassen und streicheln möchten, das mag er nicht. Wenn er von selbst zu den Menschen hingeht ist es gar kein Problem, dann kann ihn derjenige streicheln.

10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Ich habe mich erst nach dem Einzug von Emil für die Rasse entschieden, aber ich hätte mir vieles anders vorgestellt, besonders einfacher. Ein Leben mit Angsthund dieser Rasse ist sicher ein ganz anderes Zusammenleben als mit einem anderem Hund dieser Rasse.


Hach, liebe Lotta Marie danke dass du mit Emil an den Portraits teilgenommen hast. Dein Vierbeiner ist so unheimlich süß, ich kann ihn immer nur anhimmeln! 🙂 Auch bei uns ist das mit dem Angsthund und dem Training der Fall und ich freue mich über jedes Kompliment, wie wohl erzogen Jack doch sei. 😉

Neben dem Blog der beiden Blog könnt ihr sie auch immer gern auf instagram und Facebook besuchen oder euch tolle Videos auf deren youtube-Kanal anschauen. 😉

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