Rasseportrait: Labrador Retriever

Ach wie schön, heute gibt es wieder ein Gastbeitrags-Duo im Rasseportrait zum Labrador! 🙂 Sowohl die liebe Steffi vom mydog-blog als auch Jette vom Blog labrador-smokie haben sich heute zu uns zum Interview gesellt. Wir freuen uns schon wie verrückt! 😉


Der kräftig gebaute Labrador, ist ein mittelgroßer Hund mit der sogenannten „Otterrute“, einem rassetypischem Merkmal: diese ist am Ansatz sehr dick, sich allmählich zur Rutenspitze hin verjüngend. Bei einer Größe zwischen 55 und 62 cm wird er um die 25 bis 36 kg schwer. Das stockhaarige Haarkleid ist kurz, dicht, hart, nicht wellig und mit guter wetterbeständiger Unterwolle ausgestattet. Labradore gibt es einfarbig in Schwarz, Gelb (reicht von Hellcreme bis Fuchsrot) oder Schokoladenbraun/ Leber. Einige haben auch einen kleinen weißen Brustfleck.

Die Vorfahren unseres heutigen Labradors hatten ihren Ursprung nich, wie vom Namen her vermutet werden könnte, auf der gleichnamigen Halbinsel Kanadas, sondern in Neufundland. Es wird angenommen, dass der St.-John’s-Hund sein Urahn ist. Die ersten wirklich gezielten Zuchtversuche mit Nachkommen dieser St.-John’s-Hunde fanden in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in England und Schottland statt. Um 1899 soll in einem schwarzen Wurf erstmals ein gelber Welpe geworfen worden sein. Gelbe Welpen galten zunächst als untypisch und wurden meist getötet. In späteren Jahren fand sowohl der gelbe als auch der braune (chocolate) Labrador seine Liebhaber. In Deutschland wurde 1966 der erste Labradorwurf beim VDH eingetragen.

Der Labrador ist ein aktiver und recht arbeitsfreudiger Hund. Er liebt Menschen, besonders auch Kinder. Wach- und Schutztrieb findet man bei dieser Rasse eher nicht
Der Labrador möchte seinem Besitzer gefallen und verfügt über einen hohen „will to please“. Der Labrador eignet sich besonders für aktive Menschen, die weite Spaziergänge bei jeglichem Wetter nicht scheuen; die den Labrador als richtiges Familienmitglied ansehen und bereit sind, Zeit und Mühe zu investieren, die notwendig ist, um ihm ein rassegerechtes Leben zu ermöglichen. Nur dann kann er all seine guten Eigenschaften zeigen. Er eignet sich keinesfalls für ausschließliche Zwingerhaltung ohne jegliche Ansprache. Natürlich kann er auch eine gewisse Zeit alleine bleiben, aber am liebsten möchte er mit seinen Bezugspersonen zusammen sein.

Als Welpe und Junghund sollte der Labrador wenig Treppen steigen müssen. Er gehört zu den Hunden, die schnell wachsen und ein Gewicht erlangen, das sich bei zusätzlichen Belastungen schädigend auf die noch nicht ausgereifte Knochen auswirkt.

Der Labrador hat eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren.


Nun kommen wir doch lieben gern zu den Antworten von Steffi und Jette! 😉


1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Steffi:
Von Anfang an stand fest, dass mich mein Hund jeden Tag zur Arbeit in die Redaktion begleiten darf. Labrador Retriever haben ein ausgewogenes Gemüt, sind sehr menschenfreundlich und bellen wenig – perfekt für’s Büro. Außerdem habe ich ein Pferd, fahre Rad und jogge kleinere Runden – auch hier ist ein Labrador der ideale Begleiter. Darüber hinaus ist die Rasse mit ihrem kurzen Fell sehr pflegeleicht, hat einen tollen Körperbau und einen Gesichtsausdruck, in den man sich einfach verlieben muss!

Jette: Also mir war schon von Anfang an klar, dass es ein Labrador am Besten zu mir passt. Ich bin mit Hunden groß geworden, genauer gesagt Mischlingshunden. Meine Eltern nannten sie immer Stragami, auf gut deutsch heißt das so viel wie Straßengrabenmischung. Es steckte alles in ihnen, vor allem immer ein Labrador. Ihre Verhaltensweisen und ihr Charakter.. ich habe mich immer mit ihnen identifiziert. Sie sind stets freundlich, offen, gutmütig, stur, schnell mal bockig und vor allem verfressen. So wie ich, deshalb ein Labrador. ♥

2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Steffi:
Henry ist sehr sensibel und manchmal zu lieb – er lässt sich von anderen Hunden (fast) alles gefallen. Das Selbstbewusstsein wird hoffentlich mit dem Alter wachsen (im März 2016 wird er 3). Auch sonst ist er vom Gemüt ein typischer Labbi: Wenn Action angesagt ist, ist er voll am Start und wenn Ruhe herrscht, entspannt er. Eine tolle Eigenschaft!

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Jette: 
Smokie ist von seinem Wesen her recht vielseitig. Im Haus ist er sehr ruhig, draußen ist er total irre. Er ist sehr aktiv und braucht seine Bewegung aber gegen gemütliche Sonntage im Bett hat er auch nichts auszusetzen. Doch wir haben keinen Draufgänger zu Hause. Wir haben einen kleinen Schisser, der große Angst vor lauten Geräuschen hat. Große Hunde sind ihm anfangs auch nicht so geheuer. Wenn sie ihm hinterher rennen, hat er großen Respekt und checkt die Lage auch erstmal hinter meinen Beinen ab. Aber so an sich ist er ein gutmütiger, kinderfreundlicher, sehr verspielter und freundlicher Hund.

3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Steffi:
Labradore sind tolle „Anfänger-Hunde“ – extrem menschenbezogen, sehr gelehrig und gutmütig. Die Rasse ist im Alltag ein umgänglicher Begleiter, der sich gut anpassen kann. Wenn sie eine feste Bezugsperson und klare Regeln haben, können sie selbst im Familientrubel oder Büro mühelos entspannen.

Jette: Es sind Familienhunde, sie lieben es bei ihrem „Rudel“ zu sein. Das finde ich super, denn auch ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie. Einen gemeinsamen Badetag am Strand zum Beispiel. Labradore lieben es ja zu schwimmen und mischen den Strand auch Mal richtig auf. Sie sind auch sehr lernwillig und geben nicht so schnell auf. So ist es jedenfalls bei unseren bisherigen Hunden gewesen. Spielen, Schlafen und Fressen sind ihre Lieblingsaktivitäten, zu jeder Zeit und Stunde. Sie müssen nicht jeden Tag 3 Stunden spazieren gehen um glücklich zu sein, bloß die Familie muss da sein und das finde ich, ist auch was ganz besonderes.

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Steffi:
Henry ist sehr schlank. Außerdem macht ihm beim Agility kein Border Collie was vor – selbst der kleinste Slalom wird in Blitzgeschwindigkeit gemeistert. Und er hat Null Jagdinstinkt, Rehe werden angewedelt und jeder spaziert seines Weges …

Jette: Hm naja, das ist schwer zu sagen. Eigentlich ist er durch und durch Labrador. Ich finde nur, dass er vieeeel tollpatschiger, als andere Labradore, ist.

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Steffi:
Damit Labradore so angenehme Begleiter sind, müssen sie entsprechend ausgelastet werden: Dummytraining lässt ihr Herz höher schlagen, sowie ausgedehnte Streifzüge – am Liebsten an’s Wasser! Alles was mit Apportieren, Nachdenken und dem eigenen Menschen zu tun hat, finden die meisten Vertreter dieser Rasse toll. So hilft Henry zum Beispiel den Einkauf aus dem Auto zu tragen, hebt im Büro runtergefallene Stifte auf, etc. Wichtig ist, nicht „nur Gassi“ zu gehen, sondern den Hund möglichst oft auch kopftechnisch einzubeziehen.

Jette: Einmal Action, immer Action. Hat man einmal angefangen und Smokie ist so richtig heiß auf irgendwas, könnte er es den ganzen Tag machen. Fässt du in der Nähe eines See’s auch nur ansatzweise einen Stock an, bist du dran. Er liebt das Apportieren. Egal wie kaputt er ist, er holt dir den Stock jedes einzelne Mal und schmeißt ihn dir mit purer Lebensfreude vor die Füße. Sonst gehen wir eigentlich immer nur für 1-2 Stunden spazieren, machen Nasenarbeit, spielen mit anderen Hunden, festigen oder lernen neue Kommandos und toben. Wenn wir das alles mal einen Tag richtig durchziehen, sieht man ihm das dann aber auch am Abend an. *haha*

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Steffi:
Wir haben mit dem Dummytraining begonnen, als Henry gerade mal ein halbes Jahr alt war. Er hat sich schnell alle wichtigen Tricks von den großen Retrievern abgeschaut und ist bis heute Feuer und Flamme, wenn es um das Aufstöbern und Apportieren von Dummys geht.

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Jette: Ich nutze gerne mal Smokie’s Willen und seine Neugier. Er versucht alles und egal auf welche Hilfsmittel ich auch manchmal komme, er arbeitet immer zuverlässig mit. Meistens dauert es zwar eine Weile, eh da was in seinen Dickschädel geht, doch er lässt niemals locker und gibt nie auf. Da bin ich immer richtig stolz.

7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Steffi:
Labradore sind immer hungrig! Alles schmeckt, oder wird zumindest probiert. Wir haben von Anfang an trainiert, dass er nichts frisst, was man ihm nicht ausdrücklich erlaubt – aber wenn keiner guckt, naja … Außerdem hat er wie viele braune Labradore eine Getreide-Unverträglichkeit.

Jette: Naja Labradore sind wegen ihrer Arthroseanfälligkeit sehr bekannt. Ich achte darauf, dass er nie zu viele Treppen geht oder zu oft und hoch springt. Damals probierten wir uns mal beim Agility und finden es immernoch super. Es ist ja auch weit mehr als nur über Hinternisse zu springen. Den Pacours kann man ja auch dem Hund entsprechend gestalten, das fand ich am Besten. Wir konnten es nur leider nicht weitermachen, da wir hier kaum Trainingsmöglichkeiten haben. Selten sah ich Smokie, beim Sport machen, so glücklich. Gerne würde ich es für Smokie fortführen, doch was soll man auf dem Dorf schon machen.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Steffi:
Was das angeht, sind Labradore echte Rassisten – Henry würde für einen anderen Retriever (fast) jeden anderen Hund stehen lassen! Wenn Labbis spielen geht es immer sehr ruhig (normalerweise ohne Gebell/ Geknurre) ab. Außerdem viel Körperkontakt und möglichst wenig laufen. 😉

Jette: Also einen Labrador kennen wir schon, doch der ist sehr biestig für seine Rasse. Den kann man keine 2 Meter an einen anderen Hund ranlassen. Doch Smokie hat 2 anders rassige beste Freunde! Einmal die 9-jährige Schäferhündin Saga und dann den 4-jährigen Rottweiler Rüden Gino. Die sind alle ein Herz und eine Seele! ♥

9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Steffi:
Labradore sind Menschen-Fans! Umgekehrt haben manche Leute Respekt, weil Henry so ein großer und kräftiger Rüde ist.

Jette: 
Definitiv ein Publikumsmagnet! Sobald andere Smokie sehen, kommen sie schon und fragen, ob sie ihn mal streicheln dürfen. Er ist bei uns im Dorf ein richtig bunter Hund. Jeder kennt ihn, jeder mag ihn. Dem Labrador gefällt diese Aufmerksamkeit aber auch. 😀

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10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Steffi:
Henry ist viel menschenbezogener, als erwartet und feinfühliger, als gedacht. Ansonsten herrscht bei uns ein typischer Labbi-Alltag!

Jette: Ich glaube davor stellt man sich immer etwas anderes vor. Anfangs dachte ich auch, dass ich immer Lust haben werde mit Smokie spazieren zu gehen oder ihm immer etwas neues beizubringen. Haha naja falsch gedacht aber gemacht wird es trotzdem. Egal wie kalt und nass es draußen ist. Egal wie wenig Lust man hat. Aber das kennt ja bestimmt jeder. 😉 Mit meiner Vorstellung bei Smokie lag ich damals total richtig. Er ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe.


Zwei so hübsche Hunde! Ach, wir freuen uns sehr dass ihr mitgemacht habt und bedanken uns ganz ganz herzlich!

Wer Steffi und Henry nicht nicht nur auf dem Blog besuchen mag, auch bei instagram und Facebook könnt ihr die Fährte der beiden aufnehmen. Sie freuen sich ganz bestimmt sehr über Besuch! 😉

Bei Jette und Smokie ist es ebenso, dass sie neben einem Blog auch auf instagram und Facebook zu finden sind und euch mit Neuigkeiten über sich versorgen und sich über euch als Besuch wahnsinnig freuen! 🙂

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2 Gedanken zu “Rasseportrait: Labrador Retriever

  1. Pingback: Wennschon, dennschon: Liebster Award - MyDog - der Hundeblog

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