Rasseportrait: Magyar Vizsla

Also, ich finde ja echt alle Hunde super, Hauptsache Hunde! Aber heute haben wir wieder einen meiner absoluten Favoriten im Portrait, den Magyar Vizsla! 🙂
Dazu eingeladen uns unsere Fragen zu beantworten haben wir Beccs vom Blog beccsmade, die mit dem hübschen Magyar Vizsla Rüden Rico zusammenlebt. 😉


Der Magyar Vizsla ist ein mittelgroßer, eleganter Jagdhund mit einer durschnittlichen Größe von 53 bis 64 cm und einem Gewicht um die 18 bis 29 kg. Sein kurzes und dichtes Haar, fühlt sich relativ derb und hart an. Seine Fellfarbe bezeichnet man als Semmelgelb.

Die Vorfahren des ungarischen Vorstehhundes kamen mit den wandernden ungarischen Stämmen in unsere Heimat. Schriftliche Erwähnung und Darstellungen sind bereits aus dem 14. Jahrhundert zu finden. Seine Bedeutung für die Jagd ist seit dem 18. Jahrhundert stetig gewachsen. In Ungarn führte man bereits Ende des 19. Jahrhunderts Wettbewerbe für Vorstehhunde durch, an denen auch die ungarischen Vorstehhunde mit großem Erfolg teilnahmen. Zu der damaligen Zeit spielten bei der Entwicklung der Rasse wahrscheinlich andere Jagdhunderassen eine Rolle. Die zielgerichtete Zucht begann 1920, wobei der kurzhaarige ungarische Vorstehhund 1936 von der FCI anerkannt worden ist.

Der Magyar Vizsla ist ein sehr sensibler Hund, der keine grobe Behandlung in Erziehung, Ausbildung und Haltung verträgt. Äußerst ausgeprägt ist sein körperliches Kontaktbedürfnis, er weicht seiner Bezugsperson buchstäblich nicht von der Seite. Ein Vizsla braucht ausreichende und artgerechte Beschäftigung. Das ist zum einen der jagdliche Einsatz und sind zum anderen vielfältige Möglichkeiten in der Rettungshundearbeit oder dem Hundesport, wie beispielsweise Fährtenarbeit, Mantrailing oder Agility. Neben Auslauf und Bewegung benötigt dieser Hund entsprechende geistige Auslastung, eine Unterforderung kann zu Verhaltensproblemen führen.

Schafft man sich einen Magyar Vizsla an, so hat man ihn 12 bis 15 Jahre als treuen Freund an seiner Seite.

 Hier erfahrt ihr was Beccs über Rico zu erzählen hat! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Ich kenne die Rasse, weil vor 10 Jahren Chicco, ein Vizsla, bei meiner Familie eingezogen ist und wir alle diese Rasse lieben gelernt haben. Allerdings hat mir Chicco auch gezeigt, dass Vizlas keine Mitläuferhunde sind, die mit ein wenig Auslauf und Futter zufrieden sind. Ich wusste also was auf mich zukommt und ich wusste auch, was ich zurück bekomme, wenn ich mich auf einen Vizsla einlasse. Ausserdem wollte ich einen sportlichen Hund mit kurzem Fell, der freundlich und gut sozialisiert ist.

2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Ich glaube die meisten Rassebeschreibungen reden von einem sensiblen, leichtführigen und intelligenten Hund. Dazu muss man wissen, dass der Vizsla ein Jagdgebrauchshund ist. Genaugenommen ein Vorstehhund der bei der Jagd anzeigt, dass er Wild gefunden hat, durch das typische „zeigen“. Ein Bein angehoben und die Schnauze, in Verlängerung der Wirbelsäule, deutet auf das Wild. Ursprünglich kommen Vizslas aus Ungarn, aber mittlerweile sieht man ihn auch in Deutschland sehr häufig. Einige sprechen sogar von einem Modehund. Es gibt den Vizsla sowohl in Drahthaar als auch in Kurzhaar.
Meiner Erfahrung nach sind Vizslas sehr freundliche und gut sozialisierte Hunde, allerdings oft hibbelig und neugierig. Sich mit einem jungen Vizsla entspannt in ein Café setzen und darauf hoffen, dass er friedlich unterm Tisch schlummert kann man vergessen. 🙂

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3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Für mich sind Vizslas ganz besondere Hunde. Ja, das sagt jeder über seine Rasse. Besonders typisch finde ich seine Freundlichkeit und Anhänglichkeit. Vizslas sind kontaktfreudig und wollen immer und überall dabei sein und wenn es geht dann am liebsten auf dem Schoß!! Rico ist nun der zweite Vizsla mit dem ich zusammenlebe und auch wenn beide Hunde viel gemeinsam haben, gibt es auch einige Unterschiede. Ich glaube jeder Hund hat eben auch seinen eigenen Charakter.

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Da fällt mir nicht so richtig was ein, außer Ricos Wasserleidenschaft. Viele Vizslas finden Wasser nicht so klasse und gehen nur hinein wenn es gar nicht anders geht. Rico liebt aber Wasser und trotz seines kurzen Fells halten ihn auch Minusgrade nicht davon ab ein Bad zu nehmen. Ach und natürlich der Jagdtrieb: bis jetzt (toi toi toi) hat Rico noch keinen Jagdtrieb. Er findet Enten interessant aber würde nie auf sie los gehen.

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5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Ein Vizsla will und muss gefordert werden. Reine körperliche Auslastung reicht bei weitem nicht. Rico liebt es zwar zu spielen, zu toben und mit Kumpels zu raufen aber genauso wichtig ist auch die Kopfarbeit. Bei normalen Spaziergängen bauen wir kleine Abwechslungen und Übungen ein und zu Hause wird gesucht und getrickst, wobei wir uns beide nicht so geschickt anstellen. Rico ist, wie viele Vizslas auch, sehr vielseitig und so haben wir schon einige Hundesportarten ausprobiert: Trailing, Scant Hurdle Racing und Agility. Momentan sind wir beim Agility hängengeblieben und Rico liebt es. Er ist wahnsinnig schnell und manchmal komme ich gar nicht hinterher.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Rico schaut sehr nach seinen Besitzern und ist anhänglich. Diese Fähigkeit mache ich mir zu Nutze, da Rico sehr gut auf mich achtet wenn ich ihm beim Agility Zeichen gebe.

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Eigentlich sind Vizslas sehr unkompliziert. Das Fell ist kurz und pflegeleicht und auch die Ohren machen keine Probleme. Ab und zu müssen wir zwei Krallen an den Vorderpfoten etwas schleifen. Das einzige worauf man etwas achten muss ist das Futter. Vizslas haben einen sensiblen Magen. Neues Futter, zu viele Leckerli und zu viel Aufregung und es gibt Durchfall. Wenn man aber erst mal raushat was dem Hund gut tut kommt das nur selten vor.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Witzigerweise tobt Rico mit Rassekumpels wie wild. Selbst mit fremden Vizslas wird nach einer kurzen Begrüßung um die Wette gerannt. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, aber irgendwie scheinen sich die Hunde zu erkennen oder es passt einfach aufgrund des gleichen Temperamentes. Gegenüber anderen Hunden ist Rico zwar freundlich aber zurückhaltend. Er würde nie auf einen anderen Hund direkt losgehen oder pöbeln. Seine Spielkameraden sind trotzdem Handverlesen. 🙂

9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Der eigene Hund ist ja immer der schönste. 🙂 Rico ist einfach ein sehr hübsches Tier und meistens zieht er mit seinem Charme alle in seinen Bann. Wenn er mit einem Ball im Maul Po-wedelnd (ja der ganze Po wackelt) ankommt, dann Lächeln die meisten Menschen. Leute die generell Angst vor Hunden haben, machen schon einen Bogen einfach aufgrund der Größe, Vizsla Rüden haben circa 60 cm Schulterhöhe.

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10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?

Durch unseren Familienhund wusste ich was es bedeutet einen Hund als Familienmitglied zu haben, aber ich glaube wenn man sich dann einen eigenen Hund holt ist doch alles anders. Egal was man liest, wie erfahren man ist und worauf man sich gefasst macht – es kommt auf jeden Fall anders. Ich persönlich habe mir die Anfangszeit nicht so anstrengend vorgestellt. Ein Welpe hält einen so auf Trab, dass man irgendwann froh ist mal wieder Einkaufen gehen zu können. Rico hat sehr lange gebraucht bis er alleine bleiben konnte (andere Hunde in seinem Alter konnten schon 3 Stunden allein sein und Rico war noch unter einer halben Stunde). Bevor ich einen Hund hatte habe ich gedacht, dass mein Hund natürlich fröhlich mit ins Büro kommt und so lange ruhig auf seinem Platz liegt bis ich Feierabend habe, aber genau das ist nicht passiert. Es hat sehr lange gedauert bis Rico sich an die Büroumgebung gewöhnt hat. Trotzdem habe ich mir auch nicht ausmalen können, wie viel Freude das Zusammenleben mit einem Hund macht. Rico bringt so viel Freude in unser Leben und ich möchte keinen einzigen Tag mehr mit ihm missen!!

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Ach Beccs, dein Rico ist wirklich so ein hübscher Kerl und ich kann dich gut verstehen, dass ihr einiges an Zeit benötigt habt um dem Kerlchen die Ruhe beizubringen. Ich danke dir, für die Teilnahme an unserem Portrait und bin wirklich froh, dass ihr dabei wart! 🙂

Beccsmade gibt es nicht nur als Blog, nein auch auf Facebook gibt es einen gleichnamigen Account dem ihr sehr gerne mal einen Besuch abstatten könnt. Die beiden freuen sich sicherlich sehr darüber! 😉

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