Rasseportrait: Australian Shepherd

Ein aktuell sehr beliebter Hundekumpel ist der Australian Shepherd, um den sich heute alles bei uns dreht. Dazu hat sich Inez mit ihrer Hündin Amy vom Blog amy-aussie und ihre Namensvetterin Ines mit ihrer Hundin Sway vom Hundepunktland zum Rasseportrait angemeldet und gastieren heute bei uns. 😉


Australian Shepherds werden zwischen 46 und 58 cm groß und bringen ein Gewicht zwischen 16 bis 32 kg mit. Ihr Fell ist halblang, wetterbeständig und besitzt eine dichte Unterwolle, wobei das Deckhaar glatt bis leicht gewellt ist. Das Haar ist kurz und glatt am Kopf, an der Außenseite der Ohren, der Vorderseite der Vorderbeine und unterhalb der Sprunggelenke. Aussies sind ziemlich „bunte Hunde“!

Es wird unterschieden zwischen folgenden Grundfarben:

  • black (schwarz)
  • red (rot)
  • blue-merle (marmoriertes Schwarz mit grauer Grundfarbe)
  • red-merle (marmoriertes Rot/Braun mit hellroter/beiger Grundfarbe)

Jede dieser Grundfarben kann für sich alleine stehen oder mit weißen und/oder kupferfarbenen Abzeichen kombiniert werden. Somit ergeben sich 16 mögliche Farbvarianten – 4 Grundfarben mal 4 möglichen Abzeichenkombinationen (ohne/weiß/kupfer/kupfer und weiß).

  • solid black
  • solid red
  • blue-merle
  • red-merle
  • black-bi (white)
  • black-bi (copper)
  • red-bi (white)
  • red-bi (copper)
  • blue-merle (white)
  • blue-merle (copper)
  • red-merle (white)
  • red-merle (copper)
  • black-tri
  • red-tri
  • blue-merle white/copper
  • red-merle white/copper

Bei allen Farben sind die Bereiche um die Augen und Ohren überwiegend von anderen Farben als weiß beherrscht. Weiße Stellen am Körper oder völlig unpigmentierte Nasen (Dudley Nose) sind „disqualifizierende Fehler“, sehen meiner Meinung nach aber ziemlich speziell und liebenswert aus.

Charakteristisch für einige Hunde dieser Rasse ist die angeborene Stummelrute (NBT = Natural bobtail). Der Standard der FCI erlaubt sowohl die natürliche Stummelrute als auch die kupierte Rute von maximal 10 cm. Kupierte Ruten sind nur in Ländern zugelassen, in denen diese Praxis nicht verboten ist! Außerdem gibt es bei dieser Rasse eine spezielle Beschaffenheit der Augen, denn da gibt es die Farben Blau, Braun, Bernsteinfarben (Amber) oder jede andere Variation oder Kombination dieser Farben, einschließlich Flecken und Marmorierung!

Da der Australian Shepherd für die Hütearbeit gezüchtet wurde, gehören Hunde dieser Rasse nur in die Hände von aktiven, sportlichen Besitzern, die die Hunde beschäftigen und auslasten können. Eine rein körperliche Beschäftigung wie Spazierengehen oder Fahrradfahren reicht nicht aus, um einen Australian Shepherd zu fordern. Wichtig ist eine gute Auslastung, sowohl körperlich als auch geistig. Dabei ist der Australian Shepherd für viele Sportarten zu begeistern. Neben dem Hüten eignen sich zum Beispiel Agility, Obedience, Dog-Dance, die Begleitung am Pferd oder eine Rettungshundeausbildung. Dennoch, oder gerade deshalb, ist es sehr wichtig, dass der Aussie im ersten Lebensjahr vor allem Ruhe lernt, sich zurück zu nehmen, und dass er nicht immer im Mittelpunkt steht. Übertreibt man es gerade beim jungen Hund mit der Bewegung und Beschäftigung, ist die Gefahr groß, dass man sich einen nimmermüden, aufgedrehten Hund heranzieht. Behörden und Rettungsdienste setzen die Rasse zur Fährtenarbeit und zum Aufspüren von Drogen ein.

Oft wird der Australian Shepherd als „Border Collie-Light“ verkauft. Was ihn aber ebenfalls vom Border unterscheidet, ist ein oft nicht zu unterschätzender Wach- und Schutztrieb. Dazu kommt eine Hütehund-typische eher niedrige Reizschwelle.
Der Australian Shepherd ist in der Regel ein intelligenter und gelehriger Hund, der seinem Besitzer gefallen möchte. Durch seine Begeisterungsfähigkeit und seinen Willen, sich in seine Familie einzubringen, ist er relativ leicht erziehbar. Härte in der Erziehung ist völlig unnötig, zumal ein Aussie in der Regel sehr sensibel auf Ansagen seiner Menschen reagiert. Wichtig ist vor allem Souveränität, Begeisterungsfähigkeit und Konsequenz. Der Aussie nimmt ihm übertragene Aufgaben sehr ernst, ist loyal und neigt nicht zum streunen. Fremden gegenüber ist der Australian Shepherd meist eher reserviert.

Diese wunderbaren Hunde haben ein Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren.


Und nun erfahrt ihr Inez‘ Antworten auf die 10 Fragen! 😉

 1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Inez:
Ich bin bereits mit Aussies aufgewachsen. Eine gute Freundin meiner Mama hat diese gezüchtet und somit sind wir dieser Rasse verfallen, lange bevor sie zur Moderasse wurde. Außerdem liebe ich den Charakter dieser Rasse, er passt zu mir und meinem Leben.

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Ines: Ich habe nach einem Hund gesucht der im Agility fit sein wird und auch generell gerne arbeiten möchte 🙂 Da wir auch viel tricksen ist das nicht verkehrt.

2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?

Inez: Amy ist mein erster eigener Hund. Sie ist ein fröhlicher Hund, der überall mitkommen kann. Egal ob im Freiluftkino, in der Wiener Innenstadt, beim Schiff fahren am Meer, in der vollen U-Bahn, bei Messen oder im Restaurant… Amy bleibt immer entspannt. Beim Arbeiten ist sie hochkonzentriert. Sie lässt sich nicht ablenken und führt ihre Arbeit mit großer Präzision aus. Amy ist sehr auf „ihre Menschen“ fokussiert. Auf fremde Menschen und Hunde könnte sie verzichten.

Omnom

Ines: Sway ist wirklich sehr sensibel und merkt genau wenn meine Stimmung sich verändert! Da sie noch sehr jung ist, ist sie altersentsprechend sehr aktiv ! Im Haus ruhig und draußen geht sie ab wie eine Rakete 🙂

3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Inez:
Dass sie sich zwischen Genie und Wahnsinn befinden. Auf der einen Seite sind es unglaublich intelligente Hunde, auf der anderen Seite brauchen sie klare Grenzen, die sie gerne austesten. Ungenauigkeiten durchschauen sie sofort. Wenn man das Herz eines Aussies erobert hat, hat man einen wunderbaren Freund an seiner Seite, mit dem man durch dick und dünn gehen kann.

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Ines: Arbeitswille und Verbundenheit mit dem Menschen.
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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Inez: Amy hat, dank einer schlechten Erfahrung als Welpe, großen Respekt vor Schafen. 😉

Ines: Eventuell dass sie wirklich hochmotiviert im Apport ist. 🙂

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Inez:
Amy hat bereits als Welpe „Ruhe“ gelernt. Im Haus wird geschlafen und draußen getobt. Zur Auslastung machen wir Trickdogging und Dogdance. Es ist ein Irrtum, dass Aussies 24 Stunden am Tag beschäftigt werden müssen. Weniger ist mehr. Auch bei langen Spaziergängen baut der Hund nur Ausdauer auf. Wichtig ist, dass sie lernen, sich zu entspannen.

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Ines: Sway ist wirklich super gerne aktiv ! Wäre auch schlimm wenn das bei einem so jungen Hund nicht der Fall ist. Wir haben in fast alle Hundesportarten schon reingeschnuppert – entschieden haben wir uns für Agility und Tricksen. Das machen wir regelmäßig! Wenn im Winter das Agility ausfällt machen wir ZOS denn das geht auch prima Indoor. 🙂 Da mein Vater ein super Läufer ist, darf sie da auch immer wieder mal mit.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Inez:
Der Australian Shepherd besitzt einen großen „Will to please“, eine Eigenschaft, die das Arbeiten mit ihm natürlich besonders schön macht. 🙂

Ines: Wir haben Treibball gemacht und man hat deutlich gesehen das die Instinkte da beim Hütehund klar nach außen dringen! Allerdings ist das sehr Zeit und Platz intensiv – deswegen sind wir zum Agility übergegangen. Für Treibball gibt es in unserer Nähe leider keinen Verein. Mich würde es auch sehr reizen mit ihr am Vieh zu arbeiten – die Vernunft hält mich jedoch bisher zurück. 😛

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Inez:
Nein. 🙂

Ines: Nein, Sway ist TOPFIT ! Gott sei Dank 😉 keine Allergien, keine Krankheiten. 🙂
Allerdings ist Sway ein ganz schönes Schweinchen! Und rollt gerne in Matsch und Pfützen herum. Dabei kann es schonmal vorkommen das sich die Augen entzüngen. 😦

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8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Inez:
Hütehunde sind oft „rassistisch“ und somit kommen sie am Besten mit anderen Hütehunden aus. Amy mag diese distanzierte Art, sie kommt mit Hunden, die keine Distanz kennen, schlechter klar.

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Ines: Aussies sind Rassisten! Das kann man nicht anders sagen. 🙂 Wenn wir nach dem Agility noch ne Runde drehen und die Hunde rennen lassen treffen sich die Hütis direkt. 🙂 Und alle anderen sind abgeschrieben! Sway ist sozial allerdings extrem gut verträglich und hat bis vor circa 6 Monaten noch mit jedem gespielt. 😉 Allerdings ist es unter anderen Aussies mit deutlich mehr Körperkontakt behaftet als mit anderen Rassen.
So langsam aber sicher wird die Kleine erwachsen und spielt nicht mehr mit jeden und auch nicht mehr die ganze Zeit.

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Inez:
Leider findet Amy jeder süß und will sie streicheln. Amy ist allerdings, typisch Aussie, bei Fremden erstmal reserviert. Wenn sie jemanden in ihr Herz geschlossen hat, dann für immer!

Ines: Sway ist bildhübsch! Das sagt zwar jeder von seinem Hundekind, aber Sway ist wirklich außergewöhnlich hübsch 😛 Was viele viele Menschen dazu bringt direkt auf Sway zuzugehen und sie streicheln zu wollen, allerdings ist das garnicht ihr Ding!

10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Inez:
Amy übertrifft alle meine Erwartungen ins Positive. 🙂

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Ines: Ich dachte ein Aussie wäre mehr Arbeit aber wir passen toll zusammen! 😉 Das ist aber bestimmt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. 🙂 Für den einen ist es zu viel für den anderen zu wenig.Auch die Hunde sind ja alle unterschiedlich! Solange Sway dabei sein darf ist sie happy – egal was dann dabei passiert. Sway und ich fiebern allerdings jetzt schon einem Geschwisterchen entgegen! ❤

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Wir bedanken und bei beiden Frauchen und ihren süßen Fellkindern für die Beantwortung unserer Fragen und freuen uns sehr über diesen tollen Duo-Artikel! 🙂

Neben ihrem Blog hat Inez für ihre Hündin auch ein Facebook-Profil und einen instagram-Account angelegt. Und auch das Filmen scheint den beiden Spaß zu machen, denn auf youtube sind sie ebenfalls vertreten. So oder so, sie freuen sich sicher riesig wenn ihr mal vorbeischaut auf der ein oder anderen Social Media Plattform. 😉

Und wenn ihr die Spur der anderen Ines und ihrer Sway aufnehmen möchtet reist doch mal ins Hundepunktland oder besucht die gleichnamige Facebook-Seite. Bewegte Bilder gibt’s von den beiden auf youtube und, das hatten wir bisher nicht, die beiden zwitschern ab und an sogar auf Twitter ein paar Neuigkeiten.

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Ein Gedanke zu “Rasseportrait: Australian Shepherd

  1. Pingback: Traum: Australian Shepherd | Immer nur süß und brav? – amyaussie

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