Rasseportrait: Mops

Große Augen, kugeliger Körper, lustige Kerlchen. Dabei denke ich an den Mops, um den es sich heute im Rasseportrait handelt. Rebecca vom Blog vermopst hat einen dieser kleinen liebenswerten Hunde und ist bei uns im Interview. 🙂


Der Mops stammt vermutlich aus dem Kaiserreich China, wo er vor mehr als 2.000 Jahren aus doggenähnlichen Hunden herausgezüchtet wurde. Er galt als Kaiserhund und es war ein Privileg der Kaiser, ihn besitzen oder anfassen zu dürfen. Man vermutet, dass Hunde, die nicht zur Weiterzüchtung geeignet waren, von den Züchtern teuer an das Volk verkauft wurden.

Mit einer Widerristhöhe zwischen 25 und 30 cm ist der Mops ein kleinerer Vertreter der Gattung Hund, dabei kann er auf ein Gewicht von 6 bis 8 kg kommen. Er hat glattes, kurzesund weich-glänzendes Fell in den Farben einfarbig schwarz, silbergrau, verschiedene Nuancen beige (von weißgelb bis apricot). Die kleinen Ohren fallen nach vorne und bilden ein sogenanntes Knopfohr (hoch angesetztes, nach vorn fallendes, am Kopf anliegendes Ohr), aber auch Rosenohren (das innere Ohr ist auf der Rückseite nach innen gefaltet, der obere Rand rückwärts und vornüber gebogen, das Innere der Ohrmuschel ist so teilweise sichtbar) sind erlaubt.

Dieser robuste, kompakte und kleine Hund ist ein angenehmer Begleithund. Die FCI beschreibt ihn mit „viel Charme, Würde und Intelligenz. Ausgeglichen, fröhlich & lebhaft“. Möpse sind ziemlich mutig und unterschätzen gern mal eine „Gefahrensituation“, zum Beispiel auch mit anderen Hunden, da sie ihm entgegengebrachte Aggressionen oft nicht richtig deuten können.
Trotz seines melancholisch-mürrischen Gesichtsausdrucks, ist er fröhlich, gesellig und humorvoll. Zu sehr verwöhnt, kann er natürlich seine Marotten entwickeln und eigensinnig werden. Er weiß im Allgemeinen recht genau, was er will, ist hartnäckig, aber auf charmante Weise und ohne Aggressionen. Auch mit Artgenossen versteht er sich in der Regel gut, kann durch seine Gesichtsfalten und die röchelnde Atmung von anderen Hunden aber teils schlecht eingeschätzt werden. Durch seine Ausgeglichenheit und sein selbstbewusstes Wesen, ist er ein unkomplizierter Begleiter, der sich selten aus der Ruhe bringen lässt. Seinen Menschen gegenüber ist er sensibel und aufmerksam &und daher weniger schlecht zu erziehen, als manche Menschen glauben. Da der Mops sehr gutmütig ist, kann er gut mit anderen Haustieren gehalten werden. Er bringt in der Regel weder Wachtrieb noch Jagdtrieb mit.

Ein Mops kann bei guter gesundheitlicher Verfassung eine Lebensdauer von 12 bis sogar 15 Jahren haben.


Hier könnt ihr Rebeccas Erfahrung lesen! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Mir war von Anfang an klar, dass ich gerne einen kleinen Hund haben möchte. Als ich mich dann durch verschiedene Bücher gewälzt hatte bin ich bei dem Mops hängen geblieben, also informierte ich mich genauer über die Rasse und war von Anfang an begeistert. Ich fand natürlich sein Aussehen auch sehr nett anzuschauen, der Mops mit seinem Ringelschwänzchen, dem länglichen Körper, seinen kurzen Beinchen und diesem herzerwärmenden Blick.  Mich hat aber dieser wunderbare Charakter der Möpse von Anfang an fasziniert und begeistert.

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2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Molly ist eine lernbegierige, kommandoliebende, anhängliche, treue Partnerin, die mit mir an meiner Seite, jeden Weg mit den größten Hürden überwinden würde. Für mich ist sie die perfekte Partnerin, die mich mit ihrem Blick und dem wackeln ihres Ringelschwänzchen immer zum Lachen bringt, auch wenn es mir mal nicht gut geht. Sie tröstet mich in vielen verschiedenen Lebenslagen und bereitet mir täglich so viel Spaß.

3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Der Charakter und das Wesen eines Mopses ist unglaublich aufregend zu erforschen. Sie sind sehr kluge Hunde, sind lernbegierig und sehr aufmerksam was Ihre Umwelt angeht. Nicht selten werden sie auch als sensibel beschrieben. Sie nehmen jede Stimmung ihres Frauchens/Herrchens wahr und reagieren darauf. Ein Mops ist ideal als Ersthund, weil sie als sehr unkompliziert und pflegeleicht gelten, vergesse man da mal nicht den Sturkopf der Möpse. Wenn ein Mops nicht möchte, dann möchte er nicht, ohne Kompromisse. Deshalb darf bei einem Mops auch die Erziehung nicht zu kurz kommen. Wer einen Hund möchte, der einem auf Schritt und Tritt, auch bis ans Ende der Welt folgen würde, ist bei einem Mops genau richtig. Wer einmal das Vertrauen eines Mopses erlangen hat, wird es niemals mehr verlieren. Wer aber glaubt ein Mops benötigt keine große Bewegung hat sich meiner Meinung getäuscht, bei uns ist immer Action angesagt.

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
In jedem Fachbuch steht, dass der Mops ein aufgeschlossener Hund sei, der mit jeder Hunderasse klar kommt und immer auf der Suche nach Spielpartnern ist. Da ist Molly absolut nicht rassetypisch eingestellt. Sie war von Anfang an immer lieber in Menschennähe und zeigte wenig Interesse an Artgenossen. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass sie viele Hunde gar nicht an sich ran lässt.

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Molly  liebt es draußen herum zu flitzen, lange Spaziergänge mag sie auch besonders gerne, wenn wir am Wochenende einen Ausflug machen, dann auch gerne 3-4h. Ich versuche den Alltag, gerade unter der Woche, so spannend wie es geht zu gestalten. Dabei nutze ich den Schnüffelteppich, Kong, Futterball oder das Hütchenspiel. Alles was mit Spaß und Leckereien zu tun hat begeistert Molly natürlich immer.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Ich nehme Mollys Begeisterung und ihr Vertrauen/ ihre Bindung zu mir um neue Dinge auszuprobieren.

7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Ein Mops benötigt eine besondere Pflege.  Er  hat kurzes, sehr feines und weiches Fell, das im Gegensatz zu langhaarigen Hunderassen nicht verfilzt. Daher genügt es, das Fell einmal pro Woche zu bürsten. Aber Achtung, ein Mops haart unglaublich – und dass das ganze Jahr über. Oftmals tränen die Augen leicht und morgens befindet sich häufiger Sekret in den Augenwinkeln. Dieses sollte man vorsichtig mit einem weichen, sauberen Tuch entfernen. Die Mopsohren und die Nasenfalte sollte man 1x wöchentlich nach Ablagerungen kontrollieren.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Wie schon oben erwähnt interessiert sich Molly nicht sehr für Artgenossen, trotzdem hat sie natürlich auch Hundefreunde. Da gibt es Lennox (Mops) in der Nachbarschaft, wenn sie sich sehen fangen sie gleich an zu rennen. Lennox voraus – Molly hinterher. Ich habe aber nicht wirklich das Gefühl, dass sie sich anders verhält. Sie rennt auch ihrem besten Kumpel Carlos (englische Bulldogge) gerne hinterher. 😉

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Diese Rasse ist ganz eindeutig ein Publikumsmagnet. Ein Mops polarisiert – in welche Richtung auch immer. Gerade als Welpe haben wir die abenteuerlichsten Dinge erlebt. Fremde Leute haben die Straßenseite gewechselt um Molly zu streicheln oder sie sogar hochzunehmen. Ihr wurden ohne Erlaubnis Leckerlies gegeben, was ich natürlich ganz und gar nicht gut fand. Diese Leute waren immer sehr hartnäckig und konnten meine Abweichung überhaupt nicht verstehen. Wir hatten die größten Schwierigkeiten damit ihr abzugewöhnen zu jedem Fremden zu laufen.

10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Ich habe es mir lange nicht so toll vorgestellt, wie es jetzt ist. Unser kleiner Mops hat unser Herz binnen Sekunden erobert. Wir lieben sie mit all ihren Macken vom Ringelschwänzchen bis zum Kopf.


Wir freuen uns total, dass Molly euch so sehr von der Rasse überzeugt hat die ihr von Anfang an um euch haben wolltet. Wir wünschen euch noch viele tolle Jahre zusammen mit der kleinen hübschen Hündin, die euch so sehr erfreut. Vielen Dank dass ihr im Rasseportrait für den Mops mit dabei wart! 🙂

Neben dem Blog hat die Mopsdame Molly auch eine Facebook-Seite namens Mops Molly und einen instagram-Account mit vielen tollen Bildern und noch dazu könnt ihr vermopst bei Pinterest aufsuchen. Da würden sich die beiden sehr drüber freuen! 😉

 

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