Rasseportrait: Schweizer Schäferhund

Vor einigen Wochen lernte ich im Blogger-Universum die Lisa vom Blog Pfotenliebling mit ihrem weißen Rüden Finn kennen. 🙂 Heute ist sie im Rasseportrait für den Schweizer Schäferhund bei uns zu Gast und hat unsere 10 Fragen beantwortet.

Der Weiße Schweizer Schäferhund zählt mit einer Widerristhöhe von 55 – 66 cm zu den großen Hunden und kann dabei 25 bis 40 kg auf die Waage bringen. Er besitzt mittellanges, dichtes, gut anliegendes Stockhaar oder Langstockhaar mit reichliche Unterwolle.

Der Weiße Schweizer Schäferhund verfügt über ein lebhaftes und ausgeglichenes Temperament. Er ist bewegungsfreudig, aufmerksam und weist gute Führigkeit auf. Seine überwiegend freundliche, aber unaufdringliche Kontaktbereitschaft zeichnet ihn aus. Außerdem hat er eine hohe soziale Kompetenz und Bindungsbereitschaft. Angst oder Aggression gehören überlicherweise nicht zu seinen Wesenszügen. Der Schweizer Schäferhund ist ein freudiger und gelehriger Arbeits- und Sporthund mit Potenzial für vielseitige Ausbildungen. Seine Anpassungsfähigkeit lassen eine ausgezeichnete Integration in das soziale Umfeld zu.

In Amerika und Kanada können sich weiße Schäferhunde allmählich zu einer eigenständigen Rasse entwickeln. Anfang der 70er Jahre wurden sie auch in die Schweiz importiert. Der amerikanische Rüde „Lobo“, geboren am 05. März 1966, kann als Stammvater der Rasse in der Schweiz angesehen werden. Aus Verbindungen mit diesem in der Schweiz registrierten Rüden sowie weiteren Importhunden aus den USA und Kanada wurden die Weißen Schäferhunde allmählich über ganz Europa verbreitet, wo sie heute, über Generationen rein gezüchtet, in großer Zahl leben. Seit Juni 1991 werden diese Hunde in der Schweiz als neue Rasse im Anhang des Schweizerischen Hundestammbuches (SHSB) geführt.

Diese Rasse wird bei guter Gesundheit zwischen 10 bis 14 Jahre alt.


Lasst uns schauen was Lisa über ihren Finn berichtet! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Als unser Altdeutscher Schäfer-Mix 2010 verstarb, habe mich auf die Suche nach weiteren Schäferhundtypen gemacht. Ich wollte einen Hund, der mich nicht vom optischen her an unseren  alten erinnert. So bin ich auf den Schweizer Schäferhund gestoßen. Über die weißen Schönheiten habe ich mich im Internet informiert. Ich wollte einen Familienhund, der ruhig und ausgeglichen ist, mit dem ich aber trotzdem arbeiten und mich weiterentwickeln kann. Nachdem wir bei Finn’s Züchter waren, war für mich alles klar. Genau so einen Hund möchte ich haben. Dieser passt mit seinem Wesen zu mir und ist zudem einfach wunderschön 🙂

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2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Finn ist ein eher ruhiger und sensibler Hund. Wenn er wach ist, möchte er alles erkunden und ist neugierig. Menschen gegenüber ist er eher zurückhaltender [was mich allerdings nicht stört]. Man merkt auch, dass in ihm der Hütehund steckt. Wirklich weit entfernt er sich nicht beim Spaziergang. Außerdem möchte er immer seine „Schäfchen“ zusammenhalten. 

3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Der ruhige und ausgeglichene Charakter [natürlich ist das von Hund zu Hund unterschiedlich] und dieses wunderschöne weiße Fell [welches manchmal grau|braun ist] .

4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Finn trägt seine Rute oft über seinem Rücken. Er macht sozusagen einen Kringel. Das ist für diese Rasse untypisch. Uns erinnert es einfach immer an unseren Altdeutschen Schäfer-Mix. Der hatte nämlich genauso einen wuscheligen Schwanz mit Kringel. 🙂 Aber ansonsten ist er ein typisch weißer flauschiger Schäfi. 

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Finn schläft fast den ganzen Tag. Momentan habe ich das Gefühl er befindet sich im Winterschlaf. 😀
Wenn er dann mal wach ist, meistens so um die Mittagszeit gehen wir eine große Runde im Wald laufen. Morgens bekommt man ihn fast nicht aus seinem Korb und deshalb geht’s nur kurz Pippi machen raus und schnell wieder nach oben ins warme Körbchen. Abends, wenn mein Freund nach Hause kommt, gehen wir auch nochmal eine Runde spazieren. Am Wochenende sind wir meistens länger unterwegs. Entweder im Wald oder wir fahren mit Finn an einen anderen schönen Ort zum Laufen. Immer wieder machen wir Nasenarbeit. Die wollen wir auch dieses Jahr mehr ausbauen und dazu verschiedene Trainingseinheiten buchen. Das machen wir mit einer Freundin zusammen, denn zu zweit macht es einfach mehr Spaß. 🙂 Einmal die Woche geht Finn mit meinem Papa in die Spaßgruppe auf dem Hundeplatz. Dort wird dann nur Quatsch gelernt und natürlich macht ihm das unheimlich viel Spaß. 🙂 Ansonsten trainieren wir immer mal wieder zu Hause oder auf dem Spaziergang.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Finn macht total gerne Nasenarbeit und das möchte ich auch weiter fördern. Dieses „stupide“ Fuß laufen werde ich nicht mehr mit ihm trainieren, da er dort einfach „durchknallt“, total unter Stress steht und man ihm anmerkt, dass er keinen Spaß dabei hat.

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Momentan vermuten wir bei Finn eine Futtermittelallergie, da er leider immer wieder eine Entzündung im Ohr hat und sich dauernd kratzen muss. Wir machen gerade eine Ausschlussdiät und zur Zeit wird nur Pferdefleisch gefüttert. Für die Knochen gebe ich ihm einmal im Monat Grünlippmuschel unter das Futter. Damit  das Fell schön weich bleibt, gibt es ab und zu 1 EL verschiedener Öle. 🙂 

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Finn hat ganz viele Freunde. Egal wo er hinkommt ist er beliebt. Wir haben 2 Terrier im Haus, mit denen er total viel Quatsch macht und verliebt hat sich Finn auch schon. Nämlich in das American Bulldoggen Mädchen Elli, die meiner Freundin gehört. Finn hatte auch einen aller besten Freund – Yuma, der auch ein Schweizer Schäferhund war. Sie lernten sich kennen als Finn 4 Monate und Yuma 6 Monate alt war. Sie liebten sich vom ersten Tag an, haben total chaotisch und ohne irgendwelche Geräusche gespielt. Sie waren ein Herz und eine Seele. Leider wurde Yuma mit 2 Jahren eingeschläfert, da er an Epilepsie litt … Für uns alle eine schwere Zeit. Keiner wird den Platz von Yuma je ersetzen können.

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Finn ist leider der Publikumsmagnet schlecht hin … Kommentare wie „Ein Eisbärhund“, „Ein weißer Wolf“ etc. hören wir wirklich sehr oft. Ich finde das ja auch ganz schön und nett, nur Finn ist davon nicht so begeistert. Er mag es auch überhaupt nicht von Fremden angefasst zu werden. Kann ich auch verstehen, ich mag es auch nicht wenn mir jeder auf den Kopf fasst. Deshalb sage ich den Leuten schon vorher bitte nur schauen nicht anfassen [Können die meisten natürlich leider nicht verstehen].

10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Ganz ehrlich – Ich hätte es mir nicht einmal im Traum vorstellen können, wie schön unser Zusammenleben mit diesem Hund ist. Er ist so „einfach“, ausgeglichen, liebevoll, unproblematisch, flauschig & kuschelig – einfach ein herzensguter Hund.

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Ach, ich freue mich dass ihr an unserem Rasseportrait teilgenommen habt liebe Lisa. Vielen lieben Dank! Auch ich muss gestehen, dass ich deinem Finn optisch schon mal total verfallen bin! 🙂 Ich wünsche euch weiterhin so viel Spaß miteinander, ihr habt ja aktuell auch Großes vor. 😉

Wer sich neben Lisas Blog Pfotenliebling  gern noch viel mehr hübsche Fotos vom „Eisbärhund“ anschauen mag, auf instagram findet ihr die beiden ebenfalls. Oder ihr besucht die beiden bei Facebook. So oder so, sie freuen sich mit Sicherheit auch riesig über euren Besuch! 😉

 

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2 Gedanken zu “Rasseportrait: Schweizer Schäferhund

  1. Ohhh 🙂 ❤ vielen lieben Dank dass wir bei deinem Rassenportrait mitmachen durften ! Es hat uns wahnsinnig Spaß gemacht, deine tollen Fragen zu beantworten. Wir wünschen Dir einen wundervollen Abend
    Allerliebste Grüße
    Lisa & Finn ❤

    Gefällt 1 Person

    • Wir freuen uns auch sehr über eure Teilnahme. Gerne könnt ihr den Link zum Artikel noch weiter teilen, damit eure tollen Erzählungen und Fotos nicht untergehen. 😉

      Liebste Grüß,
      Claudi und Jack

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