Rasseportrait: Chihuahua

Für heute haben wir einen kleinen aufgeweckten Mexikaner im Portrait! 🙂 Unsere liebe instagram-Freundin Madelaine von luunimoony ist auf unserem Blog zu Gast und hat aus dem Nähkästchen geplaudert. 🙂


Der Chihuahua gilt (seit seiner Entdeckung durch die westliche Kultur um das Jahr 1850) mit einer Widerristhöhe von gerade einmal 15 bis 22 cm als die kleinste Hunderasse der Welt. Ein so kleiner Hund hat dabei ein Gewicht von nur 1,5 bis 3 kg. Typisch sind die großen, im Winkel von 45° abstehenden Ohren. Der FCI-Standard erlaubt alle Farben: von rein Weiß über weißlich mit cremefarbenen Abzeichen, Tricolour (dreifarbig) und andere bis hin zu reinem Schwarz. Die Farbe Blau und Merle-Schattierungen sind jedoch nicht ganz unproblematisch, da sie häufiger mit bestimmten Krankheiten oder Missbildungen einhergehen können.

Es gibt zwei Haarvarianten vom Chihuahua
Langhaarige Variante
Weiches Haar, befranste Ohren, einen ausgeprägten Halskragen & die Rute voll behaart. Das Haar ist entweder glatt oder leicht gewellt.

Kurzhaarige Variante
Dichtes, weiches, glänzendes Haar, das geschmeidig am Kopf und Körper anliegt.

Der Chihuahua ist instinktiv wählerisch, wem er seine Zuneigung schenkt. Hat er sich entschieden, hängt er meist recht fest an seinem Favoriten und bleibt auch loyal, wenn er von mehreren versorgt wird. Ein echter Ein-Mann- oder Ein-Frau-Hund! Auch wenn der Chihuahua fest auf eine Bezugsperson geprägt ist, eignet er sich durchaus auch als Familienhund, denn hat der Chihuahua Kontakt mit vielen Menschen, gibt er sich auch diesen gegenüber liebenswert. Überraschend unempfindlich und ausdauernd, ist der handliche Chihuahua alles andere als ein Schoßhündchen, sondern ein richtiger Hund, der auch gerne größere Strecken bewältigt.Würde seine Körpergröße seiner Loyalität entsprechen, gäbe der unerwartet robuste kleine Hunde den idealen Beschützer ab. Im Wesen lebhaft, wachsam, mutig und ruhelos, stellt er sich frech und unerschrocken auch größten Hunden entgegen. Die Sozialisation der Chihuahuawelpen und der Kontakt zu anderen Hunden ist daher unerlässlich. Doch auch Chihuahuas benötigen trotz ihrer Größe, wie jeder Hund, eine konsequente Erziehung. Besonders der Junghund ist ein wahrer Charmeur im Einfordern von Aufmerksamkeit. Zu sehr verhätschelt, gibt er sich bald launisch und gehorcht nur ungern. Doch mit Ruhe und Beständigkeit, ist er ausgesprochen lernfähig und clever.

Dieser kleine Vertreter der Gattung Hund kann bei guter Gesundheit an die 10 aber sogar bis zu 18 Jahre alt werden.


Was Madelaine uns geschrieben hat! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Eigentlich hat sich meine Mutter in die Rasse verguckt. Ich war erst sechs Jahre alt, als wir Tiny bekamen. In den Jahren des Zusammenlebens mit den Kleinen haben sie allerdings auch mein Herz erobert. 😉

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2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Ich würde den gesunden Chihuahua als einen sehr aktiven und vor allem intelligenten Hund beschreiben, der sich gerne in der Natur bewegt und gerne lernt. Wenn man sie richtig sozialisiert sind sie sehr mutige kleine Hunde, die ihrer Umwelt gegenüber meist sehr neugierig sind. Sie sind sehr treu und zuverlässig, können manchmal aber ein wenig stur sein.

3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Ihr Charme! 😉 Meine beiden sind sehr verschieden vom Wesen, was wieder zeigt dass Rassehund eben nicht gleich Rassestandard ist. Jeder Chihuahua ist anders, sieht anders aus. Man muss diese kleinen Hunde live erlebt haben. 🙂

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Der VDH beschreibt den Chihuahua als flink, aufmerksam, lebhaft und sehr mutig. Tiny war ab und an ein kleiner Schisser. Ansonsten fällt mir nichts ein. 😉

5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Ein gesunder Chihuahua sollte nicht unterschätzt werden. Sie haben einiges an Energie und können durchaus mehrere Stunden pro Tag laufen. Twiny als Hundeomi und Jolly als Welpe haben natürlich sehr unterschiedliche Ansprüche. Da sie nicht mehr so weit laufen kann und er noch nicht so weit darf, kommt auf unseren Spaziergängen unser Hundebuggy mit. Twiny genießt auch aus dem Buggy heraus die frische Luft sehr gerne. Letzten Herbst waren wir mit ihm im Urlaub und haben damit sogar Berge bestiegen. 😉 Zur Beschäftigung haben wir Intelligenzspiele und einen Schnüffelteppich, welche Twiny alle sehr liebt, vor allem den Teppich da bringt sie immer das Trüffelschweinchen. 😉 Mit Jolly wird gespielt, wir zeigen ihm die Welt und lassen ihn sich aber auch alleine beschäftigen und natürlich viel schlafen.

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6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Ich nutze die Intelligenz und die kompakte Größe. Twiny und Luna sind perfekt was Kombinationstricks angeht. Twiny kann geschickt unter Luna durch laufen, aber auch im Liegen auf ihren Rücken klettern. Das stärkt ihre Bindung und man kann damit super süße Fotos machen. Bei Jolly hat sich der IQ von Anfang an bemerkbar gemacht. Er guckt sich sehr viel von Luna ab und ist bereit für ein Leckerli alles zu tun. 😉

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7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?Bei Tiny wurde Ende 2014 ein schlechtes Herz diagnostiziert, dem er am 22. 11.15 leider erlag. Twiny hat im Alter Probleme mit den Knien und Arthrose bekommen. Bei Tiny mussten wir auf so wenig Stress wie möglich achten, Twiny kann eben nicht lange laufen und sollte keine Treppen steigen usw. Außerdem hat Twiny im Alter ein wenig Fell verloren, weswegen sie nun auf dem Rücken ziemlich nackt ist. Das schränkt sie natürlich nirgends ein solange sie die entsprechende Kleidung bei Wind und Regen trägt. Da Jollys Fontanelle noch recht weit offen ist, müssen wir auf seinen Kopf aufpassen, ansonsten schränkt es ihn aber nirgends ein.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Tiny fand Hunde anderer Rassen und große Hunde eher uninteressant. Einmal Hallo schnüffeln und fertig. Twiny findet andere Hunde, vor allem größere, ziemlich doof. Mit kleinen Hunden und vor allem mit Chihuahuas sind sie aber ganz anders. Tiny hat es geliebt mit seinen kleinen Kumpels zu spielen, Twiny toleriert sie. Jolly macht da momentan noch keinen großen Unterschied. Er hat weder Angst vor großen, noch vor kleinen Hunden und wollte auch in seiner ersten Welpenstunde lieber mit Hunden in Lunas Größe spielen wie mit einem Prager Rattler Mädel. 😉

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Als wir vor über 15 Jahren Tiny geholt haben, war er schon etwas Besonderes. Damals war die Rasse noch nicht so extrem verbreitet. Heute habe ich das Gefühl dass Chihuahuas bei den meisten Leuten und Hundehaltern sofort in eine Schublade wandern. Von wegen das wäre ja kein Hund, sondern eine Ratte auf Stelzen, mit dem kannst doch nicht richtig Gassi gehen oder wandern und und und. Seit der Chihuahua zum Modehund und Accessoire geworden ist, dürfen diejenigen Chihuahuahalter die ihren Hund als Hund behandeln sich allen möglichen Mist anhören. Mit ihnen kann man sehr wohl wandern, spazieren etc. :-D. Mit Jolly als kleinem Welpe wird man allerdings schon häufig angesprochen.

10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Meine Vorstellung damals war: juhuuuuuu ich kriege einen Hund, juhuuuu wir werden beste Freunde fürs Leben. Enttäuscht wurde ich nicht. Chihauhuas sind sehr treue, kleine, charmante Wesen, die mir wirklich mein Herz gestohlen haben. 😉 Mit ihnen hat man wirklich einen Begleiter zum Pferde stehlen und ohne könnte ich definitiv nicht leben.


Ich finde es ganz prima, dass du die Hunde auch im höheren Alter noch forderst aber dabei ihre Kondition berücksichtigst. Den Kopf auszulasten, wenn die Bewegung langsam weniger werden muss, finde ich eine sehr gute Sache. Ich freue mich total, dass eure Hunde es so gut bei euch haben und du von deiner Mutter mit der Liebe zum Chihuahua angesteckt wurdest und, noch viel besser, mit ihnen aufgewachsen bist. 🙂

Vielen liebsten Dank, dass auch du bei unseren Rasseportraits mitgemacht und die 10 Fragen beantwortet hast.

 

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