Hurtta Wintermantel

Manchmal macht man sich einfach zu viele Gedanken. Dabei wäre Einiges viel einfacher, wenn man der Natur ihren Lauf lassen würde – die Dinge fügen sich schon.

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Als ich diese Woche mit dem Knirps auf dem Feld war und er da so vergüngt sein Spielie durch den Schnee bugsierte, musste ich an den letzten Winter denken. Was war ich nervös als der Sommer sich dem Ende neigte und der Herbst kam. Ich hatte wirklich Angst, der Zwerg könnte sich erkälten. Als hätte das Schicksal diese Angst gerochen fing Jack sich tatsächlich, nur wenige Wochen nachdem er hier einzog, eine Erkältung ein. Ich versuchte natürlich direkt einige Kleidungsstücke für kleine Hunde in den Zooläden zu ergattern und packte meinen neuen Schützling so warm ein wie nur irgendwie möglich. Trotzdem blieb die Erkältung recht lange. Okay, er hatte kaum Fell und nichts auf den Rippen. Irgendwo war es nur verständlich, dass er sich etwas einfing. Schon bei Temperaturen unter 10 °C war ich immer darauf bedacht, dem kleinen Zwergpinscher mit nacktem Bäuchlein, eine wärmende textile Schutzschicht gegen Wind und Wetter zu geben, damit er sich ja nichts einfängt!

Aber irgendwie habe ich mir dann doch noch mal Gedanken darüber gemacht und mich gefragt, ob ich es nicht einfach viel zu gut mit ihm meine. Ganz klar, dass ein Hund mit wenig Fell und wenig Masse anders beziehungsweise schneller friert, als ein Hund mit kuscheligem dickem Fell … aber kann man ihn denn nicht „abhärten“? Und ich finde, ja das kann man, zumindest in einem gewissen Rahmen! Mein Vorhaben für den Winter 2015/16 war: weniger Kleidung, mehr Futter, mehr Abhärtung. Und ich merkte schnell, der Gedankengang geht auf! 🙂

Durch die Zugabe eines Vitaminkomplexes hatte sich Jacks Fell über das erste Jahr bei uns sichtlich verändert. Aber es war aufwendig die Tabletten zu bekommen. Nach 50 Tagen musste ich immer zum Tierarzt fahren und mir eine neue Dose kaufen. Nach einiger Recherche im Netz bekam ich die Nahrungsergänzung dann auch online – aber das war trotzdem immer mit etwas Sucharbeit verbunden. Und ehrlich, ich hasse Suchen! Später erfuhr ich dann sogar, dass das Präparat nicht wirklich gesund sei und auf Dauer schlimmstenfalls noch Schaden anrichten könnte. Ich setzte es daher direkt ab.

Auf Instagram wurde ich zufällig auf ein Ernährungs-Modell für Hunde aufmerksam, das mich sehr in seinen Bann zog, das Prey Model Raw. Das war ein völlig neuer Begriff für mich, darüber musste sich aber direkt informiert werden. Zugegben anfangs fand ich es echt schwierig, mir dazu umfassende Informationen einzuholen. Bücher, speziell in Deutsch, gibt es darüber nicht zu kaufen. Also war das Internet mein einziger Verbündeter. In Gruppen und Foren suchte ich mir die nötigen Erkenntnisse zusammen und begann nach zwei Wochen Jack nach dem PMR zu ernähren. Als ich mir der Sache sicher war stellte ich auch hier auf meinem Blog einen Artikel dazu zur Verfügung, mit dem Ziel so umfassend wie möglich darüber zu informieren.

Durch die Ernährungsumstellung waren weitere Fellverbesserungen bei Jack festzustellen. Nicht zuletzt glaube ich, dass das Haarkleid vor allem seit der Gabe von Nachtkerzenöl stetig besser wird. Und das ist auch wichtig, denn ein gesundes Fell ist meines Erachtens die Basis für die „Abhärtung“. Genauso wie gewisse „Fettresourcen“. Deshalb erhöhe ich im Herbst und Winter leicht den Fettanteil in den Tagesrationen. Wenn Jack friert, dann zittert er, und dadurch verbraucht er mehr Energie, um sich selbst zu wärmen. Die kleine Erhöhung der Futtermenge liefert ihm dies nötige Energie und siehe da, dieses Jahr bibbert meine kleine Zitterbacke nur noch halb so schlimm wie im Winter 2014/15! 🙂 Wer Trocken- oder Nassfutter gibt, der könnte zum Beispiel einfach täglich ein paar Gramm mehr als üblich füttern, um die „Fettreserven“ des Vierbeiners für den Winter etwas aufzustocken.

Den Grundstein haben wir also mit der Ernährung gelegt, um der Kälte trotzen zu können. Aber allein damit kommt man nicht weit, wenn man den Hund nicht auch „draußen abhärtet“. Ich fing also an nicht so überfürsorglich zu sein. Schwer für eine Hundemama aus Leidenschaft. Bewusst habe ich darauf verzichtet Jack schon bei 10 °C in die Textilien zu zwängen. Nein, ich nahm ihn so mit nach draußen wie die Natur ihn schuf. 😉 Ich achte lediglich etwas gezielter darauf, dass der Knirps sich ausreichend bewegt. Dass er mal ein bisschen mehr rennt und tobt, und sich damit selbst warm hält. Wir haben bis in den Dezember auf jegliche Hundekleidung verzichtet. Einzig mal bei ziemlich starkem Wind und als es wie aus Eimern geschüttet hat, bekam seinen Mantel an. Die Faustregel ist: erst unter 0 °C bekommt das Hundekind warmhaltende Kleidung angezogen.

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Jetzt, wo die Kälte auch bei uns eingekehrt ist, trägt mein Lieblingshund natürlich Hundesachen, die ihn vor Schnee und Eis super schützen. Erstmals habe ich in qualitativ hochwertige Verarbeitung investiert und einen Hurtta Hundemantel gekauft. Den stolzen Preis von 54 € habe ich noch keine Sekunde bereut, denn das Ding kann was! Allein schon da es innen mit Fleece versehen ist und das nackte Pinscherbauchi schön warm hält ist super! 🙂 Für die nächste Saison werden wir uns mit Sicherheit auch mal noch ein weiteres Modell der Marke Hurtta ins Haus holen. Mittlerweile kaufe ich lieber einmal teuer, als drei mal was „Billiges“. Denn dann kann man ohne Bedenken mit dem Hund ins “Winterwonderland“ verschwinden, ohne dass der Knirps sich etwas einfängt oder nach 10 Minuten schon schlottert wie verrückt.

Und nun genug der Rederei, lassen wir lieber noch ein paar Bilder für sich sprechen. 🙂

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6 Gedanken zu “Hurtta Wintermantel

  1. Guter Beitrag! Ich hab auch so eine kleine Frostbeule ohne Unterwolle 🙂 Anpummeln bei Bedarf, vor allem in der Übergangszeit, wo der Körper sich an die Kälte erst gewöhnen muss. Oder bei scharfem Wind. Fettreichere Ernährung hilft auf jeden Fall (nicht nur beim Hund;-). Ansonsten nach Gefühl. Lieber einmal zuviel angepummelt, als richtig krank. Aber das Abhärten merkt man definitiv, auch bei mir selbst 🙂
    LG und noch einen schönen Restwinter!

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  2. Wir brauchen auch keinen Mantel – noch nicht. Manchmal denke ich aber schon daran Skadi einzukleiden. Besonders wenn sie einige Zeit im Auto warten muss (auf dem Hundeplatz z.B.).

    Aber eure Kombi aus Fütterung, Abhärtung und Einkleidung
    gefällt mir gut!

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

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  3. Ich finde, dass hört sich sehr sehr vernünftig und gut durchdacht an! Von den Hurrta Mäntel haben wir auch nur Gutes gehört. Gott sei Dank brauchen wir (eigentlich) keinen Mantel, ansonsten wäre das wohl wieder eine Sache mehr, die ich in allen Farben usw haben müsste.
    Dieses Jahre ist tatsächlich ein Mantel nötig, weil es so lange warm war und das Indianermädchen keine Unterwolle mehr hat. Allerdings gibt’s den Mantel auch nur wenn wir die 5 Kilometer zur Arbeit laufen und das Indianermädchen nur an der Leine sein kann.
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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    • Ja, hurtta hat mich ehrlich begeistert. Funktionale, gute durchdachte, Hundekleidung, für die man gerne tiefer in die Taschen greift.

      Liebe Grüße an dich und das Indiamermädchen

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  4. Ach er ist so knuffig, der kleine Jack! Und ich finde er ist wirklich richtig kernig und gar nicht zerbrechlich, so wie ein Pinschi-Bub halt sein muss!
    Die Jacken von Hurtta sind wirklich klasse, allerdings haben wir hier immer das Problem, dass er mich anguckt, als wenn es die härteste Strafe wäre, die ich Tino geben könnte. Sobald er aber damit über die Wiese flitzen kann ist alles super!
    Nachtkerzenöl geben wir auch und jetzt wo ichs lese, muss ich neues bestellen. Dass mit dem Fett, ist auch ein super Tipp, ich bestell bei der nächsten Lieferung mal gezielt was fettigeres, weil ich wirklich merke, dass ich momentan mehr geben muss ohne dass Tino an Gewicht zu nimmt.
    Leider seh ich aber meistens Leute, die ihre Hunde nicht nach Bedarf mit mehr Nährstoffen versorgen, sondern ganzjährig Kugelrund füttern. 😉

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    • Jetzt ist er „kernig“ unser Jack, wie du so schön sagst/ aber noch vor 18 Monaten wog er gerade einmal 4,5 kg. 😕 Wenn Tino mehr Futter braucht, ja dann kann es daran liegen das Fett und Energie fehlen, probiere es einfach mal aus. Ich kann es nur empfehlen. 😆 Wir grüßen euch ganz lieb.

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