Rasseportrait: Zwergpinscher

Ohmannomann … wir freuen uns ja sowas von sehr, dass heute endlich unsere Gastbeitragsreihe zum Thema „Rasseportraits“ startet!!! 🙂

Es gab wirklich viele die sich dafür gemeldet haben, uns einen Einblick in das Leben mit ihren Traumhunderassen zu geben und die uns in den nächsten Wochen, nein Monaten, einige Fragen beantworten werden. Ich freue mir jetzt schon ein Loch in den Bauch über die vielen Gäste, die wir in den kommenden Wochen hier auf dem Blog haben werden! 🙂
Bei so vielen wunderbaren Teilnehmern würde ein riesiger „Wartestau“ entstehen, gäbe es die Portraits nur 1 x wöchentlich. Deswegen erhöhen wir auf 2 Beiträge pro Woche – sie erscheinen immer Montag und Donnerstag um 18 Uhr.

Da der hiesige Bloghund, mein kleiner Jack, ja ein Zwergpinscher ist starten wir heute auch, aus eigener Liebe, genau mit dieser Rasse im Portrait. Tahaaa, aber natürlich haben wir uns trotzdem einen Gast eingeladen etwas über den Zwergpinscher zu erzählen. Statt wir unsere eigenen Fragen beantworten macht dies meine allerliebste Pinscher- und instagram-Freundin Sophia mit ihren zwei Zwergpinschern Pico und Lina vom instagram-Account pico.lina. 😉


Bei einer Widerristhöhe von ca. 25 – 30 cm wird ein Zwergpinscher meist 4 – 6 kg schwer. Bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts fielen in geplanten Würfen noch rau- und glatthaarige Welpen gemeinsam. Josef Berta begann als erster mit der Reinzucht. Es gibt ihn einfarbig in Hirschrot, Rot-braun bis dunkel Rot-braun und zweifarbig in Schwarz-rot. Das Fell des Zwergpinschers ist glatt, sehr kurz und ohne Unterwolle. Die Ohren sind hoch angesetzt, V-förmig mit Klappfalte oder Stehohr gleichmäßig aufrecht getragen.

Zwergpinscher sind allgemein sehr anhänglich und neigen dazu, sich einer einzigen Person (maximal meist zwei Personen) eng anzuschließen. Er ist neugierig und klug, deshalb muss er geistig gut gefördert werden. Energiegeladen wie er ist und mit seinem ausgeprägtem Bewegungsdrang, neigt er unterbeschäftigt zu Nervosität, dieser Hund benötigt trotz seiner Größe viel Bewegung am Tag. Der Zwergpinscher ist ein verspielter und freundlicher Hund der den Besitzer animiert mit ihm zu spielen. Es ist auch kein Problem ihn in die Familie, und/oder zusammen mit anderen Hunden, zu integrieren. Kleinere Kinder sollten aber daran erinnert werden, mit dem Hund sanft umzugehen, um Verletzungen auf beiden Seiten zu vermeiden. Zwergpinscher sind extrovertiert, verantwortungsbewusst und clever, sie beschützen sehr ihren Besitzer und sind sehr loyal.

Obwohl der Zwergpinscher für die Rattenjagd gezüchtet wurde, sind sie auch ausgezeichnete Wachhunde, sehr wachsam. Aber entsprechender Erziehung ist der Zwergpinscher kein Kläffer.

Ein solch kleines aufgewecktes Kerlchen hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 14 bis 15 Jahren.


Was Sophia über ihre beiden Clowns erzählt hat! 😉

1. Wie kam es, dass du dich in genau diese Rasse verguckt und für einen solchen Hund entschieden hast?
Mein Freund hat einen kleinen, damals ca. 2 Jahre alten Zwergpinscher-Rüden, unseren Pico, mit in die Beziehung gebracht. Ich wollte selbst immer einen großen Hund, da ich früher mit einer Labrador-Dame aufgewachsen bin. Ich hatte eher die typischen Vorurteile gegenüber kleinen Hunden (Handtaschenhunde, etc.), umso mehr hat es mich dann überrascht, dass man mit dem kleinen Kerl richtig viel anstellen konnte. Stundenlang Gassi gehen oder ins Sportprogramm integrieren, alles kein Problem. Auch die immer gute Laune und die außergewöhnliche Intelligenz haben mich fasziniert. Und natürlich sind sie super süß, kleine Dobermänner. Ich war innerhalb kürzester Zeit so verliebt in Pico, dass für mich klar war, dass ich irgendwann einen zweiten Zwergpinscher haben möchte. Vor ca. 2 Monaten haben wir uns diesen Wunsch erfüllt, die kleine Zwergpinscher-Dame Lina zog bei uns ein. Die beiden sind bereits jetzt unzertrennlich.

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2. Wie würdest du das Wesen deines Hundes beschreiben?
Ich spreche jetzt mal für meine beiden Hunde: Auf jeden Fall sehr selbstbewusst, fast schon größenwahnsinnig. Sie denken oft, sie wären Dobermänner. Sie haben keine Angst vor großen Hunden und machen schon gerne mal „Stress“. Ansonsten sind beide extrem verschmust, kuscheln unter der Decke geht immer. Auch sind sie sehr wachsam, wenn draußen irgendwo ein Hund lang läuft oder vor der Haustür jemand zu hören ist, wird schon mal geknurrt.  Auch sind sie sehr aktiv, voller Energie und oft muss man sie zur Ruhe zwingen.

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3. Was zeichnet diese Rasse für dich besonders aus?
Ihre immer gute Laune, ihre Intelligenz und den großen Lernwillen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die beiden lernen. Sowohl unser Welpe als auch unser ausgewachsener Rüde. Mit Leckerli und Clicker geht alles ganz schnell. Auch, dass sie sehr aktiv sind und man sie ins Sportprogramm einbinden kann, finde ich toll, da ich selbst ein aktiver Mensch bin. Auch, dass man sie fast überall mit hinnehmen kann, finde ich toll. Da sie klein sind, ist es kein Problem, sie mal mit ins Café, ins Restaurant oder zum Frisör zu nehmen. Meine beiden sind immer dabei.

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4. Hat dein Vierbeiner eine bestimmte Eigenschaft, die mal so gar nicht rassetypisch für ihn ist?
Meine Lina badet gerne, auch im Winter. Sie ist neulich bei 8 Grad in einen Teich gesprungen. Das ist nicht wirklich typisch für Pinscher. Die meisten mögen weder Wasser noch Kälte. Sie stört sich da allerdings an nichts. Als sie 9 Wochen alt war, hatten wir draußen -5 Grad. Sie war noch halb nackt, kein Fell am Bauch und am Hals, und hat sich ins nasse Gras geworfen und Spaß dabei gehabt.
Mein Rüde ist allerdings „typisch“ Pinscher, er hasst Wasser und Kälte.

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5. Wie viel Energie hat dein Hund und wie gestaltest du den Hundealltag, um deinen Vierbeiner auszulasten?
Ich darf glücklicherweise meine Hunde mit in die Arbeit nehmen. Der Rüde ist tagsüber bei meinem Freund im Büro, während die Kleine bei mir ist. Ich gehe vor der Arbeit eine große Runde, dann schläft sie erstmal bis mittags. Am Mittag gibt es dann eine kleinere bis normal-große Runde (je nach Wetter), abends nach der Arbeit gibt es dann die richtig großen Runden. Ebenso am Wochenende. Sie haben beide unendlich viel Energie. Mit dem unserem Rüden gehe ich schon mal stundenlang im Wald spazieren. Wir gehen auch joggen und inlineskaten. Wenn unsere Lina ausgewachsen ist, wird sie das auch toll finden. Sie ist jetzt schon eine kleine Rennsemmel. Bei schlechtem Wetter machen wir in der Wohnung Intelligenzspiele, lernen neue Tricks oder machen Suchspiele.

6. Nutzt du  bestimmte „spezielle Fähigkeiten“ dieser Rasse um damit gezielt mit deinem Hund zu arbeiten oder zu trainieren?
Eher nicht, da Pinscher früher gerne als Rattenfänger und Wächter eingesetzt wurden. Weder das eine noch das andere ist bei mir gewünscht, da ich in einer Wohnung am Stadtrand wohne. Unser Rüde geht hoch wie eine Alarmanlage, wenn es klingelt oder er vor der Tür Menschen hört. Das versuchen wir ihm noch immer abzugewöhnen, leider nur teilweise erfolgreich.

7. Gibt es gesundheitlich bestimmte Dinge, auf die du besonders achtest/ achten musst?
Unser Rüde Pico hat einen etwas empfindlichen Magen. Wir füttern daher nur hochwertiges, getreidefreies Nassfutter. Das war es allerdings auch schon, ansonsten sind beide Hunde zum Glück kerngesund. Der Große sieht den Tierarzt nur zum Impfen, die Kleine bisher auch.

8. Hat dein Hund eine/n Kumpel/ine der gleichen Rasse? Und wenn ja, verhalten diese sich untereinander anders als zum Beispiel beim spielen und toben mit anderen Hunderassen?
Einen Kumpel der gleichen Rasse haben wir leider nicht, aber es ist sehr auffällig, dass sich beide ganz anders verhalten, wenn sie auf einen Hund der gleichen Rasse treffen. Draußen werden die meisten Hunde ignoriert, unser Pico geht schon fast arrogant an den meisten Hunden vorbei, will mit ihnen nichts zu tun haben. Sobald ein Zwergpinscher kommt, reagieren sie ganz anders. Sie spielen sofort miteinander und verstehen sich meist gut. Unsere Lina, die noch ein Welpe ist, geht von allein gar nicht zu anderen Hunden hin, egal ob groß oder klein, sie meidet jeden. Kommt aber ein Zwergpinscher daher, ist sie sofort interessiert.

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9. Ist diese Rasse ein Publikumsmagnet oder halten Andere eher erstmal Abstand bis sie deinen Hund besser kennen?
Die meisten Leute finden meine Hunde super süß, wollen sie sofort anfassen und kriegen sich gar nicht mehr ein. Leider sind Pinscher an sich keine „Menschenfreunde“. Beide lassen sich von Fremden nicht anfassen, der Rüde wird sogar wütend, wenn ihn jemand anspricht. Er zeigt anderen Leuten deutlich, dass er das nicht möchte. Die meisten Leute reagieren verständnislos: „Der Hund braucht eine Therapie“, „Der Hund ist aggressiv“, solche Sachen habe ich mir schon anhören müssen. Zwergpinscher fixieren sich einfach extrem auf eine Person. Sie haben ihre Bezugsperson und vielleicht noch 1-2 andere Leute, die sie „zulassen“ und das war es dann auch schon. Fremde werden generell nicht akzeptiert.

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10. Hast du dir das Zusammenleben mit dieser Rasse, bevor dein Hund bei dir einzog, genau so vorgestellt oder ist es doch anders geworden als vor der Anschaffung erwartet?
Ehrlich gesagt habe ich es mir einfacher und weniger stressig vorgestellt. Manchmal ist es etwas schwierig, da es neben der Arbeit und dem Alltag doch eine Herausforderung ist, die Hunde auszulasten. Wer sich also nur einen süßen Schoßhund zulegen will, sollte auf keinen Fall zum Pinscher greifen. Sie sind keine Schoßhunde und wollen ausgelastet und beschäftigt werden. Man muss viel Freizeit opfern, dessen muss man sich bewusst sein.


Vielen Dank liebe Sophia, dass du dir die Zeit genommen hast uns einen Einblick in dein Leben mit Zwergpinschern zu geben. Ich freue mich total, dass ihr den Anfang gemacht habt! 🙂

Da ich ja selbst so ein Leben führe, kann ich wirklich fast alle Punkte so unterschreiben wie du sie geschildert hast. Jack hasst Wasser und Kälte, hat mehr Energie als ein Duracell Hase und ist mir gegenüber super anhänglich und loyal. Nur in dem Punkt, dass Pinscher nicht so besonders auf Kontakt zu Fremden stehen muss ich mit  Jack widersprechen. Er ist der wohl aufgeschlossenste Zwergpinscher den man sich vorstellen kann. Egal ob Mensch oder Tier, groß oder klein, er will jeden begrüßen und jedem gefallen.

Wenn ihr Lust bekommen habt euch noch mehr von Sophias zwei kleinen Frechdachsen anzuschauen, dann schaut gern mal bei instagram pico.lina vorbei. Es lohnt sich in jedem Fall! 😉

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10 Gedanken zu “Rasseportrait: Zwergpinscher

  1. Gaaaanz toller Beitrag *.* und die beiden sind ja wirklich zuckersüß 🙂 ich freue mich schon auf die weiteren Beiträge und kann es kaum erwarten den nächsten zu lesen.
    Ein wundervolles Wochenende wünschen wir euch 🙂
    Allerliebste Grüße
    Lisa & Finn

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  2. Ich gehöre ja auch von jeher zu den „Pinscherfreunden“ und wollte schon immer einen haben. Dann ist es erst ein Kurzhaarcollie geworden (lach) und jetzt meine Ratonero Linda, der spanische Pinscher. Für sie trifft das oben gesagte ebenfalls zu. Sie mag weder Wasser noch Kälte, verhält sich zum großen Teil reserviert gegenüber Fremden, ist wachsam, aufmerksam, schlau und immer dabei. Bei ihr ist das Energielevel eher ausgeglichen, trotzdem lässt sich der Duracell-Hase dazuschalten, wenn man ihn braucht… 😉

    LG Andrea

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  3. P.S.: Sind eigentlich „nur“ Reinrassige geplant oder auch Mischlinge? Würd ich auch total spannend, welcher Rasseanteil charakterlich und optisch mehr durchschlägt…

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    • Aktuell sind es mehr die „reinrassigen“, außer bei den „Listenhunden“ aktuell. Eventuell erweitere ich es später auf ausgewählte Mischlinge aber erstmal sind es so viele Teilnehmer, dass wir Monate hinkommen. 😉

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  4. Wir folgen den beiden auch auf Instagram und es ist immer wieder super lustig die beiden Clowns zu sehen und besonders schön ist es, Lina beim Großwerden zu zu schauen (obwohl Pica ja schon fast eingholt hat. ;))

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    • Ja die beiden Pinschies sind supertoll und ihr Frauchen eine ganz ganz Liebe. Wir haben sie total ins Herz geschlossen und deshalb dürfen sie auch beginnen, unser lieben Pinscherfreunde. 🙂

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