auf gesunden Pfoten durch den Winter

Obwohl er tatsächlich noch nicht überall in Deutschland Einzug gehalten hat, so steht er zumindest theoretisch schon so gut wie vor der Tür – der Winter. Wie man auch in der kalten Jahreszeit die empfindlichen Hundepfoten schützen kann, das wollen wir heute auf unserem Blog einmal zum Thema machen.
Bevor der kleine zarte Jack bei mir einzog, habe ich mir nie sonderlich Gedanken über den Schutz von Hundepfoten gemacht. Bei großen Hunden dachte ich bisher immer, „Ach das bisschen Schnee und Matsch, das können die ab!“. Doch dann war der Zwerg da! Während beim ersten Schnee noch alles okay war, begann er nach einer Weile auf den Spaziergängen plötzlich unruhig zu werden. Immer häufiger jammerte und winselte er mir unterwegs die Ohren, bis er irgendwann das halbe Viertel zusammenquiekte. Ich merkte, dass meinem kleinen Schatz die gestreuten Stadtwege ziemliche Schmerzen bereiteten. Darüber hatte ich mir vorher nie Gedanken gemacht. Immerhin haben wir Menschen den Luxus Schuhe zu tragen, wenn wir draußen unterwegs sind, aber der Hund läuft quasi barfuß.

Mir fiel also auf, wie abartig viel Streusalz in unserer Stadt zur Sicherung glatter Gehwege eingesetzt wird! Und das ist vielerorts verboten! Wusste ich erst auch nicht, umso wütender war ich als ich davon erfuhr.

Zuhause.de hat die Sache, mit folgender Aussage, meines Erachtens ausgezeichnet auf den Kopf getroffen:
„Der Nährstoffhaushalt von Bäumen gerät durch Streusalz in Gefahr, was im schlimmsten Fall zu einer Vertrocknung führt. Die Möglichkeit, dass das Streusalz in Bäche gelangt, ist ebenfalls gegeben. Hierdurch wird das Süßwasser verseucht, das für viele Tiere im Bach lebensnotwendig ist. Auch Haustiere verletzten sich am Salz, da deren Pfoten empfindlich darauf reagieren. Nicht zuletzt sind auch bauliche Schäden ein wesentlicher Nachteil von Streusalz, der sich vor allem an Brücken manifestiert. Da der Einsatz von Streusalz per Gesetz verboten ist, wird bei Zuwiderhandlung in manchen Fällen sogar ein Bußgeld erhoben.“

Auf robinwood.de kann jeder nachschauen, ob in seiner Kommune der Einsatz von Streualz ebenfalls verboten beziehungsweise nur in Ausnahmefälle erlaubt ist.
Da unserer Stadt auferlegt wurde alternative Streumittel wie Granulate, Splitt und Streusand zu verwenden, steht mein Beschluss fest dieses Jahr aktiv gegen Zuwiderhandlungen in meinem Viertel vorzugehen. Ich kann einfach nicht anders, als Partei für meinen und alle hier lebenden Vierbeiner zu ergreifen, können diese sich doch selbst nicht wehren und liegen mir einfach alle viel zu sehr am Herzen!

Unwissend wie ich vergangeness Jahr noch war, was dieses Streusalzverbot betrifft, gab es immer schön dick weiße Vaseline auf Jacks Pfötchen, um ihn vor Eis und Salz zu schützen. Allerdings half das nur bedingt! Schnell war die Schutzschicht abgetreten und der Zwerg jammerte über das, in die Risse der Ballen eindringende, Salz-Wasser-Gemisch.
Mit dieser Art des Schutzes war ich letztlich also ziemlich unzufrieden, bis ich vor einigen Wochen in einer Facebook-Gruppe auf einen Artikel von Stiftung Warentest stieß, den eine Userin mit uns geteilt hat. In diesem wurde Kosmetika unter die Lupe genommen und auf den Inhalt von Mineralölen geprüft. Unter den getesteten Produkten befand sich unter anderem auch die weiße Vaseline von Abtei, die ich noch im vergangen Winter auf die Pfoten meines Hundes geschmiert habe! *Schock*

Stiftung Warentest sagt: aromatische Kohlenwasserstoffe (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons), kurz MOAH, können Krebs verursachen. Ja ich weiß, „könnte, würde, wäre möglich„! Wo wird das heute denn nicht behauptet?! Vielleicht hat mich meine Umwelt schon so sehr beeinflusst, dass ich da nun ebenfalls zu der Kategorie „ich halte lieber Abstand von Krebserregern“ gehöre und mich direkt verrückt mache.

Nun ist es jedenfalls so, dass bei Kosmetika die MOAH enthalten, keine Verunreinigungen während der Produktionsprozesse entsteht, sondern dass der Inhaltsstoff Mineralöl selbst der Krebserreger ist, sein kann. (Die Zusammenhänge und Thesen könnt ihr hier, auf Stiftung Warentest, nachlesen.)

Mich hat es erschreckt, dass im Beispiel der weißen Vaseline von Abtei, die ich verwendet habe, eine Dose mit 125 ml Inhalt stolze 4,8 % Mineröl intus hat. Mir nichts dir nichts flog die Vaseline in den Müll, da Mineralöle gar nicht erst in den Körper gelangen sollten! Was sie aber ja automatisch tun, wenn man sie auf die eigenen Lippen oder Pfoten der Hunde aufträgt. Aufgetragen, abge­leckt und geschluckt – zack, Mineralöl im Körper! Nicht mehr mit uns! Wir denken lieber schnell um! 😉

Viele die ich kenne, die den Stiftung Warentest Artikel auch gelesen haben, sind persönlich auf Naturkosmetik umgestiegen. Denn darin darf Mineralöl nicht vorkommen! Um auf Vaseline und Co. zu verzichten, kann man Hirschtalg auf die Pfoten der Tiere geben. Den erhält man in der Apotheke meist für um die 5 – 9 €.

Hersteller von Hundepflegeprodukten machen sich mittlerweile auch nicht mehr nur Gedanken über die Sauberkeit unserer Tiere, sondern denken zudem über den Pfotenschutz unserer Lieblinge nach und bieten einige Helferchen für geschmeidige, geschützte Pfötchen.

Um mal zwei drei Produkte zu nennen:
Der deutsche Hersteller Lunderland verkauft zum Beispiel eine Bienenwachs Pfotenpflege. Diese enthält, wie der Name schon verrät, zum größten Teil Bienenwachs und zustäzlich Fichtenharz, Kokosfett, Steinöl, Olivenöl, Rapsöl und Propolis. Damit lassen sich die empfindlichen Hundefüße gegen Schnee und Kälte stärken.

pet-head-oatmeal-paw-butter-8Die Produkte von Pet Head sind pH Hautneutral und frei von Parabenen, Erdöl, Chemikalien und Sulfaten.
Für diese Marke habe ich mich in diesen Winter entschieden und werde sie ausgiebig mit Jack testen. Gekauft habe ich dafür bei zooplus (gibt natürlich auch in anderen Shops) die „Oatmeal Paw Butter“ mit Sheabutter, Hafermehl, Mango, Vitamin E & F, Jojoba, Kokosöl, Olivenöl und Aleo Vera. Ich wende die Paw Butter zwar gerade erst eine Woche an, doch finde ich den Unterschied jetzt schon erkennbar: die kleinen Pinscherpfötchen sind bereits zarter geworden! Die Anwendung ist leicht, Jack bekommt immer abends wenn wir kuscheln eine kleine Menge auf die Pfotenballen aufgetragen und einmassiert, das war es auch schon. In der Dose ist die Paw Butter fest und wird bei Körpertemperatur flüssig. Hat mich an die sommerlichen Kokosöl-Behandlungen gegen Zecken erinnert. Ich muss auch ehrlich sagen, ich könnte nun jeden Abend in Jacks Pfoten reinbeissen, so gut duftet die Paw Butter!! 🙂

pawsoother_pawtectorDie Natural Dog Company aus Amerika produziert ebenfalls pestizidfreie Pflegeprodukte für Hunde. Ohne Chemikalien, ausschließlich mit 100 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen, ohne tierische Bestandteile und testet nicht an Labortieren. Deren Produkte stehen bei uns zwar auch noch auf der Wunschliste, werden aber höchstwahrscheinlich bei uns zur Anwendung kommen. Mit Ende des Winters gibt es dann natürlich nochmal einen Abschlussbericht zur „Oatmeal Paw Butter“ von Pet Head, denn der Härtetest steht ja noch aus, da noch immer kein Schnee bei uns gefallen ist.


Sind eure Hunde auch so empfindlich, wenn sie im Winter immer häufiger durch den Schnee stapfen oder ihre Pfoten mit Streusalz in Berührung kommen?
Was verwendet ihr um sie zu schützen? Erzählt doch mal! 😉


Übrigens: Den kompletten Bericht der Stiftung Warentest zum Thema Mineralöl in Kosmetika findet ihr hier.

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4 Gedanken zu “auf gesunden Pfoten durch den Winter

  1. Pingback: Unser Lieblings-Allrounder in der Pfotenpflege |

  2. Toitoi hat Eddie es bisher gut weggesteckt. Aber falls wir was brauchen sollten, lese ich gerne in Deinem Beitrag nach. Gesunde Inhaltsstoffe sind mir nämlich auch sehr wichtig 🙂 LG, Kiki

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  3. Es ist wirklich wahnsinn, dass du grade vor ein paar Tagen einen Artikel dazu geschrieben hast. Sehr sehr hilfreich. Tino hat sich nämlich grad seinen einen Ballen, nicht wund, aber schon die Hornhaut abgelaufen. Ihn nervt es, da es empfindlich ist, kaut drauf rum, aber es blutet (noch) nicht und scheint auch nicht rissig zu sein.
    Hast du einen Tipp dafür? würde jetzt erstmal einen Schuh anziehen und evtl. mit Hirschtalg cremen, dann aber luft dran lassen.

    Liebe Grüße,
    Marit & TIno

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    • Oh mann, ich bin leider gar nicht eher dazu gekommen zu antworten. Es tut mir Leid. 😦
      Einen Schuh oder eine Schutzsocke & dazu etwas Hirschtalg oder Propolis, kann ich da empfehlen. Allerdings kann man sicherheitshalber auch nochmal telefonisch mit dem Tierarzt Absprache halten. 😉
      Gute Besserung dem lieben Tino. Wenn es mit dem Ballen wieder gut ist, würde ich an deiner Stelle auch mit dem „Vorsorge-Eincremen“ beginnen. 😉

      Viele Grüße,
      Claudi & Jack

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